In die Gurte gepresst - Hellweg-Realschüler erhielten lebensnahe Verkehrserziehung

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Anhalteweg schätzen und Vollbremsung: Hellweg-Realschüler erhielten lebensnahe Verkehrserziehung



“Ich dachte ich sterbe”, direkt nach dem Aussteigen ist Marie Louise Göttken ganz aufgeregt. Kein Wunder, mit voller Kraft wurde sie in den Gurt gepresst, als Fahrmoderator Ralf Helmer den Corsa aus 50 km/h mit einer Vollbremsung zum Stehen brachte. Sicherheit und Gefahren rund um´s Auto live zu erleben war Ziel des Programms “Achtung Auto”.

Knapp 29 Tsd. Kinder verunglücken pro Jahr im Straßenverkehr und seit rund zwei Jahren steigen die Fallzahlen wieder. Seit mehr als 15 Jahren leistet die Hellweg-Realschule mit dem Selbsterfahrungsprogramm für 5.-Klässler, das in Kooperation mit dem ADAC, Opel und dem Reifenhersteller Michelin angeboten wird, einen Beitrag zur Verkehrserziehung. “Kindern fehlt die Lebenserfahrung”, so Helmer. Beim Schätzen des Anhalteweges zeigt sich die Bandbreite, nur wenige setzen die kleinen Verkehrshütchen an der richtigen Markierung.

Dass ein Auto in Tempo-30-Zonen rund zwölf Meter benötigt und bei 50km/h bereits 24 Meter, da staunten die Realschüler. “Zahlen an der Tafel sind das Eine, direkt auf der Fahrbahn die Distanzen zu erkennen aber ist viel lebensnäher”, so Helmer. Besonders in der kommenden dunklen Jahreszeit kann die Fehleinschätzung von Geschwindigkeit und Entfernungen fatale Folgen für die jungen Verkehrsteilnehnmer haben.

Helmer nahm direkt immer drei Schüler im PKW mit auf einen Sprint mit Vollbremsung. Nicht ohne zuvor erklärt zu haben, dass die Kindersitzpflicht bis 1,50m Größe oder 12 Jahre besteht und Schulter, Brust und Becken angeschallt gehören. Sein Appell an Eltern: “Gurt und Kindersitz richtig benutzen.” Die enorme Kraft, mit der sie in die Gurte gepresst wurden, erstaunte die Fünftklässler. Wie etwa Marie-Louise Göttken. Im Verkehr bewege sie sich zu Fuß oder mit dem Rad zwar sicher. Nach dem Bremsmanöver gab sie aber zu:”Ich dachte ich sterbe.” Vorausschauendes Handeln kann im Straßenverkehr lebenswichtig sein. “ Wenn die Schüler hier teilgenommen haben, wissen sie was auf sie zukommt”, ist Ralf Helmer überzeugt.
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