Vortrag in Drevenack: Soll der ärztlich beaufsichtigte Suizid gesetzlich verankert werden?

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Eva Chiwaeze (Foto: Archiv/heli)

Die Evangelische Kirchengemeinde Drevenack lädt am Mittwoch, 25. März, um 19.30 Uhr ins Gemeindehaus Drevenack (Kirchstraße 12) ein. Referentin ist Eva Chiwaeze, die seit mehr als 20 Jahren Leiterin der Hospiz-Initiative in Wesel ist.

Im Juli 2014 erklärte der Ratsvorsitzende der EKD, Nikolas Schneider, den Rücktritt von seinen Ämtern. Seine Frau Anne ist an einer aggressiven Form von Brustkrebs erkrankt. Er will sie auf dem vor ihr liegenden Weg, der möglicherweise in den Tod führt, begleiten und unterstützen. Er würde seine Frau, wenn sie es denn wünscht, in die Schweiz begleiten und beim Suizid unterstützen. Er selber findet das nicht richtig, aber aus Liebe zu seiner Frau würde er sie auch bei diesem Schritt begleiten.

Diese Äußerung der Schneiders eröffnete eine große breit geführte Debatte: soll in Deutschland die Möglichkeit ärztlicher Hilfe zum Suizid gesetzlich verankert werden? Am 13. November diskutierte der Deutsche Bundestag das Thema mit großer Ernsthaftigkeit über vier Stunden. Es zeichnet sich im Bundestag derzeit keine mehrheitlich getragene Lösung für eine Mitte 2015 geplante gesetzliche Regelung ab.Unter einer Fülle von Entwürfen und Gedanken liegt die Absicht, Hospize und andere Versorgungsdienste für Sterbende, die palliative Pflege und die Palliativmedizin auszubauen.

Was bedeutet ärztlich assistierter Suizid? Brauchen wir in Deutschland ähnliche gesetzliche Regelungen wie in den Niederlanden? Verlangt es die Würde sterbenskranker Menschen, dass sie ein Recht auf Hilfe zum Suizid haben, wenn sie ihre Leiden nicht mehr ertragen? Was würde ein solches Gesetz für unsere Gesellschaft möglicherweise bedeuten? Wohin richtet sich unsere Aufmerksamkeit bei diesem Thema? Wovon lenkt es ab?

Diese Fragen und die, die von den TeilnehmerInnen kommen, stehen im Zentrum des Abends
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