Bislang 92 Bestattungen auf dem Iserlohner Tierfriedhof

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Sebastian Dierssen auf dem Iserlohner Tierfriedhof am Steltenberg.
Iserlohn: Tierfriedhof |

Ein Friedhof für Tiere? Gibt es Bürgerinnen und Bürger, die ein Tierfriedhof-Angebot annehmen würden? Wir haben nach der Antwort gesucht.

Anfangs wussten wir nicht, was auf uns zukommen würde“, berichtet Sebastian Dierssen von der gleichnamigen (Friedhofs-)gärtnerei aus Hagen.
Das Unternehmen kümmert sich um den Iserlohner Tierfriedhof am Steltenberg. Seit 2007 können Haustiere hier bestattet werden, damit die Besitzer um ihre treuen Gefährten trauern können und einen Ort zur Erinnerung haben.
Die Stadt Iserlohn stellt das 3000 Quadratmeter große Grundstück zur Verfügung. „Viele haben ein engeres Verhältnis zu ihren Tieren als zu ihren Mitmenschen, Tiere sind ihnen treuere Gefährten“, sagt Sebastian Dierssen. Oft treffe dies bei älteren Menschen zu.
Auf dem Tierfriedhof gab es im Laufe der Zeit 92 Erdbestattungen und 325 Kremierungen. „Dabei waren besonderes viele Hunde und Katzen; aber auch Kaninchen, Hamster, Wüstenspringmäuse und alle möglichen Vogelarten fanden hier ihre letzte Ruhe“, berichtet Dierssen, „Hunde sind die größten Tiere, die wir bestatten dürfen.“
Neben alten Menschen kommen häufig Familien mit Kindern, denn die Eltern können ihrem Nachwuchs den Tod des geliebten Tieres so besser begreiflich und leichter machen.
Normalerweise bringen die Besitzer ein verstorbenes Tier zum Tierfriedhof und es wird bestattet. Es gibt aber auch einen Abholdienst der Gärtnerei. Danach wird das Tier per Erdbestattung beigesetzt.
Entscheiden sich die Besitzer nicht für die Erdbestattung, wird das verstorbene Haustier an ein anerkanntes Tierkrematorium übergeben. Die Asche wird danach in einer Urne überführt und kann beigesetzt werden.
Die Friedhofsverwaltung bietet auch Pflege der Grabstätte an.
„Als ich einmal eine Katze einer italienischen Dame beisetzte, kamen ganze 16 Personen als Beistand mit. Eine Kundin beerdigt sogar regelmäßig ihre verstorbenen Wüstenmäuse bei uns“, erzählt Sebastian Dierssen über Erlebnisse mit besonderes ausgeprägter Tierliebe.
Weitere Infos gibt es im Netz: www.dierssen-hagen.de/tierfriedhof.html.

Text und Fotos: Sandra Finster
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