Kein Glanz beim ESC

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Alles neu macht der Mai? Nein - zumindest, wenn es um den Eurovision Song Contest geht. Kaum war der diesjährige Wettbewerb gelaufen und der Sieger ermittelt, kamen die ersten Verschwörungstheorien ob des Ergebnisses auf.

Das ist nichts Neues und gehört wohl ebenso zum ESC wie Glitzer und Glamour. Neu war diesmal die Art der Punktevergabe. Die brachte das Juryvoting ordentlich ins Wanken und zeigte mehr als deutlich, dass Musik eben nichts mit Fachwissen und komplizierten Arrangements zu tun hat, sondern vor allem mit Emotionen. So katapultierte das Publikum zum Beispiel den polnischen Sänger Michal Szpak vom vorletzten auf den 8. Platz. Da stellt sich die Frage nach Sinn und Unsinn von Jurybewertungen.
Am katastrophalen Abschneiden Deutschlands hätte das alleinige Zuschauervotum allerdings nicht wirklich etwas geändert - demnach wäre Jamie Lee auf Platz 24 statt 26 gelandet. Ob die Letmather Band Luxuslärm, die beim ESC-Vorentscheid dabei war, mit ihrem Song in Schweden besser abgeschnitten hätte, bleibt reine Spekulation. Ebenso, warum die deutsche Sängerin nicht weiter vorn mitmischte, denn Song und Auftritt hätten eine bessere Platzierung verdient, zumal sie stimmlich im Vergleich weit vorne lag. Jetzt die Schuld bei der 18-Jährigen oder gar ihrem ungewöhnlichen Outfit zu suchen, ist absurd. Stattdessen sollten die Verantwortlichen über ein sinnvolles Vorentscheidmodell nachdenken. Das sah nämlich 2010, als Lena Meyer-Landrut als Teilnehmerin ins Rennen geschickt wurde, ganz anders aus.
Ach ja, und nur zur Erinnerung an die ewigen Nörgler und "Das-war-ja-vorher-klar-Sager": Das "Manga-Mädchen" war mit großer Mehrheit von den deutschen Zuschauern als ESC-Teilnehmerin gewählt worden.
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