„Spaß am Leben erhalten“

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Alfons Bischof, jung gebliebener Unruheständler, kann mit 80 Jahren auf eine äußerst abwechslungsreiches Leben aus Beruf, Sport und Kolpingverein zurückblicken.
 
Die Altherrenmeister des VfK mit Günter Mann, Johann Rosmus, Ivar Koch, Klaus Heinen, Wubbu Gehrmann, Klaus Hanssen, Franz (Bubi) Keune, Betreuer Jimmi, Reinhold Götter und dem jungen Alfons Bischof (v.l.n.r.).

Ein unvollständiger Blick auf 80 Jahre des „Unruheständlers“ Alfons Bischof

Was macht ein Iserlohner Urgestein, das vor kurzem mit über einhundert Gästen seinen 80. Geburtstag feiern konnte? Nun, sich glücklich schätzen und das Leben genießen.

Doch der Reihe nach. Alfons Bischof zog es in der Nachkriegszeit in einen technischen Beruf als technischer Zeichner und Buchhalter und begann 1950 seine Lehre als Elektroinstallateur bei Fa. Schulte. Dabei hatte er „Spaß am Lernen bekommen“ und schon 1958 den Elektromeisterbrief in der Tasche. Wenn man Bischof zuhört, wird deutlich, dass er sich bis heute immer wieder das Gefühl für die richtige Entscheidung in seinem Leben behalten hat und dabei auch noch viel Freude am Leben und ein großes Organisationstalent besitzt. Schon in den 70er Jahren schaffte es Bischof bis in den Vorstand der Handballabteilung des VfK und löste damals den unvergessenen Hubert Destatt ab. Der Sport verlagerte sich damals von Leichtathletik und Turnen der Nachkriegszeit hin zu den Breitensportarten Fußball und Handball, der damals noch meistens auf dem Feld gespielt worden. „Denn die nächste Halle gab es erst in Westhofen“, weiß Bischof zu berichten. Bischof hatte damals die Iserlohner Sportszene maßgeblich mitgeprägt, aber dabei immer ein Gespür entwickelt, sich neuen Aufgaben und Herausforderungen zu stellen, wenn es an der Zeit war. So verabschiedete er sich, selber ein Top-Handballspieler, irgendwann von seinem Sport und übernahm Ende der 80er Jahre den Vorsitz des Iserlohner Kolpingchores, dem er schon 1950 beigetreten war und in dem er seine Frau kennengelernt hat. Als Handwerker hieß es damals „Bist Du Handwerker, komm in den Kolping. Und kommst Du in den Chor, musst Du nichts bezahlen“, weiß Bischof mit einem Augenzwinkern zu berichten. Man traf sich damals in dem Kolpinghaus, Pfanne genannt, wo Alfons seine Frau kennen lernte und wo heute die Deutsche Bank steht. Später dann, Ende der 70er Jahre hat er den Vorsitz des Iserlohner Kolpingchores übernommen und durch viele Aktionen, wie zum Beispiel Fahrten an die Mosel oder in andere schönen Gegenden organisiert und so für einen großen Zulauf im Verein gesorgt. Mancher Iserlohner erinnert sich vielleicht noch an die Auftritte „seines“ Kolpingchores in der bis auf den letzten Platz besetzten Parkhalle in der Weihnachtszeit zusammen mit dem Hüinsger Kinderchor und dem Posaunenchor des CVJM Deilinghofen. Dabei kam es Bischof vor allem immer wieder auf die Gemeinschaft an.

Auf der Bühne des Lebens immer wohlgefühlt

Dabei liebt er es auch im Mittelpunkt der Gemeinschaft oder auf einer Bühne zu stehen, wie er offen und ehrlich zugibt. Über zwei Oktaven kann er noch singen. Und man mag Bischof, weil er sich etwas traut und weil er für manche sogar ein Vorbild für ein positiv eingestelltes Leben ist. Als gelernter Elektrotechniker, seit 1963 bei der damaligen Hagener Elektromark im Marketing tätig, macht sich Bischof aber auch Sorgen um die Kosten der heimischen Energieversorgung. Denn seine Kraftwerke in Hagen und Werdohl werden nur noch benötigt, wenn man sie braucht, sie gehören, obwohl voll funktionsfähig sozusagen zum „alten Eisen“. Ein Gedanke, dem Bischof selber gar nicht gefällt. Denn Bischof gehört selbst nicht zum alten Eisen. Vor einiger Zeit hat er noch die Gruppe der „Alt-Stromer“ gegründet, eine Vereinigung von ehemaligen Elektrotechnikern und Installateuren aus dem Märkischen Kreis mit Bindung zur Iserlohner Elektroinnung.
Auf die Frage, was ihn besonders antreibt, kommt nach kurzem Nachdenken die Antwort: „Möglichst eine verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen, die seinem eigenen Können und Wünschen entspricht und dabei etwas für die Gemeinschaft zu tun“. Heute organisiert er für sich und seine Frau, dem ruhenden Pol in seinem Leben, dreimal im Jahr einen Urlaub, an den Tegernsee und auf die Sonneninsel Teneriffa, und er genießt es, Freunde aus seinem abwechslungsreichen Leben immer wieder mal zu treffen.
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