Lionsclub BergKamen unterstützt Tafeln des Kultur Kreises Kamen

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Reimund Kasper, Lionspräsident Markus Masuth, Klaus Holzer und Jürgen Kistner (v.l.) präsentieren den Entwurf für das erste Schild, das in Kürze montiert werden wird. (Foto: KKK)
Kamen: Acker |

Damit vor allem Kinder ihre Heimat besser kennen lernen, möchte der Kultur Kreis Kamen (KKK) an historisch wichtigen Orten wie dem Standort der ehemaligen Germanensiedlung Info-Tafeln aufstellen. Dank einer Spende vom Lions Club BergKamen ist das Vorhaben bereits auf den Weg gebracht.

Der Methleraner Pfarrer Otto Prein gab nicht nur den entscheidenden Hinweis auf das Römerlager in Oberaden. Ihm gelang im Jahr 1910 auch die nächste bedeutende Entdeckung im Winkel zwischen den Flüssen Seseke und Körne: Auf dem heutigen Ackerland rechts der Körne an der Westicker Straße bestand über viele Jahrhunderte eine germanische Siedlung. Seit 1926 wurden in den Grabungen die Grundrisse von drei germanischen Häusern und andere Siedlungsspuren gefunden. Darunter auch das sogenannte Langhaus, ein Gebäude mit einer Länge von rund 48 Metern und einer Breite von etwa 8 Metern. Nun kommen zwar viele an dieser historischen Stätte vorbei. Doch nur wenige ahnen, dass sich hier einst eine Germanensiedlung befand.

Nun werden weitere Förderer und Spender gesucht, um das Projekt zu Ende führen zu können. Denn der Kultur Kreis Kamen hat einiges vor: Derzeit beschäftigt er sich mit der Ausarbeitung einer Radroute durch Kamen und seine Ortsteile. Die familientaugliche Tour werde, kündigt der KKK an, zwei Schwerpunkte haben: einen östlichen, der sich um Heeren konzentriert, und einen westlichen, dessen Mittelpunkt Methler ist. Die Strecke soll zu mehr als einem Dutzend Orten im Stadtgebiet führen. Dazu zählen unter anderem die oben genannte Ausgrabungsstätte im Seseke-Körne-Winkel, die ehemalige Berger Mühle, die Körnebrücke in Wasserkurl, aber auch Haus Heeren, die Zechensiedlung Reinhardstraße und weitere historische Orte. Die Verbindung zwischen diesen beiden Teilrouten soll über den Zollpost führen.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Ortsheimatpflegern, dem Haus der Stadtgeschichte und seinem Förderverein, der Gästeführer-Gilde und in Abstimmung mit der Stadt Kamen und dem Lippeverband durchgeführt. Alle Tafeln sollen in einheitlicher Gestaltung angefertigt werden, sodass der Radler auf Anhieb erkennt, dass er auf dem richtigen Weg ist. Bei der Herstellung der Tafeln, so der KKK, kämen heimischen Firmen zum Zuge.

Wer weitere historisch wichtige Orte kennt, kann sich beim KKK melden. Ansprechpartner ist Klaus Holzer (Tel. 02307/797419).
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