100 Torten gegen den Krebs: Daniela Bäsig bittet auf der Kamen Kite um Spenden gegen Kuchen

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Eva-Maria Sampels und Daniela Bäsig mit ihrem Stand "Smoothie gegen Spende" in der Eifel. Dieses Jahr gib es Kaffee und Kuchen gegen Spende in Kamen. (Foto: Bäsig)
 
Daniela Bäsig hat eine soziale Ader.
Kamen: Segelflugplatz |

Die Kamenerin Daniela Bäsig schreibt nicht nur und reist für ihr Leben gern, sie hat auch eine soziale Ader: Auf der Kamen Kite am Wochenende (20. und 21. Mai) werden sie und ihre Freundinnen mit einem Kuchenstand zu finden sein. Gespendet wird der Erlös der Deutschen Krebshilfe.

„Kuchen und Kaffee gegen Spende“ ist der Name der Aktion auf dem 30. Internationalen Kite-Festival auf dem Segelflugplatz Derner Straße in Kamen. Über 100 Kuchen und Torten wird das fleißige Team für den Stand backen. Einen festen Preis gibt es nicht: Jeder gibt so viel, wie er bereit ist zu spenden. Mit an Bord sind neben Daniela Bäsig ihre Freundinnen Pia Biernath, Sandra Adrion, Sabrina Schmidtmann, Kathrin Wycik, Eva Maria Sampels und Linda Bäsig. „Meine Freundinnen sind treue Seelen mit einem großen Herz“, sagt sie stolz. Unterstützt werden sie von den Bäckereien Kanne und Braune aus Kamen sowie der Druckerei Trost aus Bergkamen, die ein Banner stiftet.

„Ich mache dies, weil ich finde, dass diese heimtückische Krankheit schon so viel Leid über unsere Mitmenschen gebracht hat“, sagt die 36-Jährige. Freunde oder Familienmitglieder hat sie bisher noch nicht durch Krebs verloren, aber durch Arbeitskollegen oder Trainer im Sportverein hat sie das Leid schon miterlebt. Zum vierten Mal unterstützt sie nun die Deutsche Krebshilfe. Angefangen hat es beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr Dortmund im Jahr 2014. „Dort kam die Schnapszahl 2.222 Euro zusammen“, erinnert sie sich. In den beiden folgenden Jahren hieß es „Smoothie gegen Spende“ in der Eifel im Rahmen der Tour de Ahrtal. Mit dem Wetter hatte sie fast jedes Mal Pech. „Einmal hieß es bei unserem Stand in der Eifel Land unter, so dass wir das Obst später zu Marmelade gekocht und ebenfalls gegen eine Spende haben“, sagt sie schmunzelnd.

Neben der Eifel ist Daniela Bäsig oft in fernen Zonen unterwegs: „Ich leide an chronischem Fernweh“, sagt die gebürtige Lünerin. „Spätestens nach zwei Wochen zu Hause spüre ich es schon wieder.“ Unter anderem war sie schon in Costa Rica, Indien, China, Australien und Kanada. Auf den Philippinen gab sie von einem Kuchen einem Vater und seinen Kindern ab, die leuchtende Augen bekamen. „Es war schön, mit einem Stück Kuchen so große Freude auslösen zu können.“ In Vietnam konnte sie beim Übernachten in einem Bergdorf den Alltag einer Familie hautnah miterleben, da es nur einen Raum in deren Haus gab. Ein ganz besonderes Highlight erlebte sie auf Hawaii: ihre Hochzeit. „Ich habe erst im Flugzeug davon erfahren, mein Mann hatte damals alles heimlich geplant“, sagt sie lächelnd. „Es war ein absoluter Traum. Das wohl bedeutsamste Ja meines Lebens hätte ich an keinem schöneren und entspannteren Ort geben können.“

Über eine ihrer Reisen hat sie bereits ein Buch geschrieben. „Tausche Pumps gegen Trekkingstiefel“ hat sie 2014 nach einer Reise nach Nepal verfasst. Momentan arbeitet sie an einem zweiten Werk. Da sie in der Landesverwaltung arbeitet, mach sie dies quasi „nebenher“. Es wird ein Roman. „Es geht um Leben und Tod, um Trauer und Glück, um Leid und Freude“, beschreibt sie. Und ergänzt: „Da ich gar nicht anders kann, finden sich in der Geschichte auch vier meiner Reisen wieder.“
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