Eine kleine Wiedergutmachung für Contergan-Opfer

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Mehr als 50 Jahre ist es her, dass das Unternehmen Grünenthal mit dem Medikament Contergan großes Leid auslöste. Die Opfer müssen heute nicht nur mit den Fehlbildungen, sondern altersbedingt auch mit Folgeschäden zurechtkommen. Nun sollen sie mehr Geld bekommen.
1957 kam das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan rezeptfrei auf den Markt. Auch Schwangere durften es gegen Übelkeit einnehmen. Doch weltweit mehr als 10.000 Kinder, 5000 in Deutschland, wurden mit Schädigungen und schweren Fehlbildungen geboren, nachdem es ihre Mütter in der Schwangerschaft eingenommen hatten.
Die Contergan-Geschädigten leiden nun nicht mehr nur an den Fehlbildungen. Hinzugekommen sind auch Folgeschäden an Gelenken und Gliedmaßen oder Zähnen, die sie beispielsweise anstelle fehlender Arme verwenden und übermäßig beanspruchen müssen. Viele der Geschädigten leiden deshalb an zumeist chronischen Schmerzen.

Geld für ein selbstbestimmtes Leben

Maximal 1152 Euro Rente monatlich aus der Contergan-Stiftung erhalten die Geschädigten in Deutschland derzeit. Betroffen sind etwa 2700 Menschen. Geschädigten-Verbände wie das Contergan-Netzwerk Deutschland beklagen, die Rente reiche nicht ansatzweise für ein menschenwürdiges Dasein aus. Viele Betroffene lebten am Rande des Existenzminimums. Sie bräuchten Geld zum Leben, für Heil- und Hilfsmittel sowie für Assistenz. Die Geschädigten fordern genug Geld, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.
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