Mitten in der Gesellschaft: Yasemin Bostanci und Behiye Demiray fühlen sich gut integriert

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Beruflich und privat befinden sich Yasemin Bostanci (l.) und Behiye Demiray (M.) mit Kollegin Olga Fritzler in der Mitte der Gesellschaft.
Kamen: Stadtspiegel |

Das Beherrschen der Landessprache ist für die türkischstämmige Yasemin Bostanci und ihre Chefin Behiye Demiray sehr wichtig: „Nur so kann man sich problemlos in der Gesellschaft bewegen.“

„Ohne Deutsch wären sowohl meine Eltern als auch wir nicht so weit gekommen“, sagt Yasemin Bostanci, die selbst mit Türkisch und Deutsch groß geworden ist. Die 28-Jährige arbeitet mit ihrer Chefin Behiye Demiray in deren medizinischem Kosmetikinstitut epimed, das bald in das Haus Pieper am Willy-Brandt-Platz umzieht. „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis, bei der Arbeit und privat.“ Auch die deutsche Kollegin Olga Fritzler ist oft mit dabei. Auch im Alltag sind beide längst in der Gesellschaft angekommen. „Unter unseren Freunden sind viele Deutsche und Türken“, so Yasemin Bostanci. „Wir machen viel zusammen. Unsere deutschen Freunde laden wir auch zu traditionellen türkischen Festen ein. Besonders unsere Speisen gefallen ihnen gut.“

Yasemins Familie ist schon lange in Deutschland. „Mein Vater ist in der Türkei geboren und kam mit zwölf nach Deutschland. Er hat die sprachlichen Probleme schnell überwunden und später auf einer Zeche gearbeitet.“ Auch Yasemins Mann, Cumhur Solmaz, spricht sehr gut Deutsch. „Als er 2012 hierher kam, konnte er noch kein Wort. Nachdem er dann einen Integrationskurs bei der VHS besucht hat, hat sich das schnell geändert“, so seine Frau ganz stolz. Nebenbei hat er schon in Teilzeit gearbeitet. „Wir sind seinem Chef sehr dankbar, da er so genug Zeit hatte, an seinen Sprachkenntnissen zu arbeiten. Später wurde er in Vollzeit übernommen.“ Auch jetzt arbeitet Solmaz an seinen Sprachfähigkeiten: Einmal die Woche bekommt er von einer Studentin „Nachhilfe“ in Deutsch.

Yasemin und ihr Mann freuen sich vor allem darüber, dass auch die deutschen Kunden ihres Mannes stets hilfsbereit sind. „Sie hören immer aufmerksam zu, und wenn er mal ein Wort nicht weiß, bemühen sie sich, ihm zu helfen. Dadurch ist er natürlich mehr motiviert, die deutsche Sprache noch besser zu erlernen.“
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