Kamen: Neue Richtung für die Stadthalle?

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Die Stadthalle ist seit Jahren unrentabel. Jetzt muss endlich etwas geschehen. Am Donnerstag kommt bei der Ratssitzung erneut der Jahresabschluss der Kamener Betriebsführungsgesellschaft auf den Tisch. Foto: Jungvogel

Die Kamener Stadthalle ist unrentabel - diese Nachricht ist nicht neu. Doch ab jetzt wird mit einer besseren Verzahnung der Kamener Betriebsführungsgesellschaft (KBG) und der Verwaltung versucht, ein konsequentes Management zu führen.

Trotzdem muss auch für letztes Jahr das Defizit ausgeglichen werden.
Hinzu kommt, dass dem ehemaligen Geschäftsführer, Franz Peter Herrmann, voraussichtlich nur eine eingeschränkte Entlastung erteilt wird. Mögliche Regressansprüche, aufgrund einer Prüfung der Deutschen Rentenversicherung Westfalen, kämen damit auf Herrmann zu.
Dabei handelt es sich um die Summe von 30.441,61 Euro aus den letzten drei Jahren, für die der ehemalige Geschäftsführer persönlich haftbar gemacht werden soll.
Was war passiert? - Vornehmlich studentische Hilfskräfte, die im Gastronomiebereich der Stadthalle eingesetzt wurden, hatten „vergessen“, ihre Immatrikulationsbescheinigungen bei der Stadthalle vorzulegen. Ohne diese Bescheinigungen hätten sie ihre Arbeit erst gar nicht antreten dürfen, oder hätten stattdessen in die Steuerklasse 6 eingestuft werden müssen.
„Es lag in der Verantwortung der Geschäftsführung, für die Einreichung der fehlenden Dokumente rechtzeitig zu sorgen. Das ist leider versäumt worden“, erklärt Fachdezernent Ralf Tost, der den Bereich des Beteiligungsmanagement unter sich hat. Nach der Prüfung der Rentenversicherung kamen diese Forderungen, inklusive Säumniszuschläge, auf den Tisch.
Der Rat der Stadt Kamen wird am morgigen Donnerstag, 24. September, über diese Fakten diskutieren. Auch über neue Konzepte und Veranstaltungen, die endlich Überschüsse in die Kasse der Stadthalle spülen sollen, muss gesprochen werden. Dabei setzt man auf das Engagement des jüngst eingesetzten Geschäftsführers Frank Bierkemper. Die Stadthalle Kamen plant mit ihm neue eigenproduzierte Veranstaltungsformate.
Unter anderem wird es vierteljährliche Tanzveranstaltungen für Menschen ab 50 Jahren geben. „Tanze mit mir“ lässt Musik der 50er, 60er und 70er Jahre mit Livemusik aufleben.
Unterhalb der Woche soll außerdem einmal im Quartal eine After-Work-Party mit Blues-, Jazz- und Reggae-Bands gefeiert werden.
Für Freunde lukullischer Genüsse plant die Stadthalle zweimal im Jahr ein Music-Dinner mit Zubereitung der Speisen unmittelbar vor den Augen der Gäste.
Auch über einen möglichen Pächter des Restaurants soll gesprochen werden.
Die Verwaltung und die KBG wollen gemeinsam noch einmal mit vollem Elan die „Ärmel aufkrempeln“.
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