Großübung der Feuerwehr: 90 Mann im Einsatz

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Zu Übungszwecken wurden bei dem Großeinsatz die ersten Kräfte unter Atemschutz zur Menschenrettung in das Gebäude Sass an Markt geschickt. Fotos: Michael de Clerque
Langenfeld Rheinland: Sass am Markt |

Um 18 Uhr 30 wurde die Langenfelder Feuerwehr am vergangenen Freitag durch eine Brandmeldeanlage zur jährlichen Großübung zum Sass am Markt alarmiert.

Feuerwehr probte bei Großübung in der Stadtmitte den Ernstfall

Wie bei einem echten Einsatz auch, fuhren die Kräfte der hauptamtlichen Wache die Einsatzstelle an. Aufgrund der Erkundungsergebnisse, nach denen noch vier Personen in dem Gebäude vermisst wurden, wurde umgehend Stadtalarm ausgelöst. Das bedeutet, dass alle Einheiten der Feuerwehr Langenfeld alarmiert werden. Damit begann die Übung für die komplette Wehr.

Menschen gerettet

Unmittelbar nach der Alarmierung weiterer Kräfte, wurden die ersten Kräfte unter Atemschutz zur Menschenrettung von der Ganspohler Straße in das Gebäude geschickt. Auf dieser Seite kamen Kräfte der hauptamtlichen Wache des Löschzuges 1 sowie der Löscheinheit Richrath zum Einsatz. Im Rahmen der weiteren Erkundung wurde auf der Rückseite des Gebäudes eine Person auf einer Art Dachterrasse angetroffen. Diese wurde von freiwilligen Einheiten aus Wiescheid und des Innenstadtlöschzugs mit einer tragbaren Leiter gerettet. Parallel wurde auf der Rückseite des Gebäudes ebenfalls mit der Menschenrettung im Gebäude angefangen. Dafür drangen sie über das Parkdeck in das Gebäude ein.

Dekontaminationsplatzes eingerichtet

Erschwerend kam bei dem Einsatzszenario hinzu, dass sich eine der verletzten Personen mit Batteriesäure verätzt hatte. Entsprechend wurde von Kräften der Löscheinheit Reusrath auch ein Dekontaminationsplatz aufgebaut, um sowohl die Einsatzkräfte als auch die verletzte Person zu reinigen und die Batteriesäure zu entfernen. Dies entspricht zwar nicht der normalen Vorgehensweise, wurde aber in die Übung eingebaut, um das Handling des Dekontaminationsplatzes zu üben.
Nachdem alle Personen aus dem Gebäude gerettet wurden und auch das Feuer gelöscht war, konnten sich die rund 90 Einsatzkräfte noch mit einem kleinen Imbiss auf der Hauptfeuer- und Rettungswache stärken.

DRK und Malteser mit dabei

Wie im letzten Jahr auch, wurde die Feuerwehr bei der Übung wieder tatkräftig vom Deutschen Roten Kreuz und dem Malteser Hilfsdienst unterstützt, die sich mit ihren Rettungsmitteln um die Versorgung der Verletztendarsteller kümmerten. Dadurch konnte die Übergabe der Patienten an den Rettungsdienst realistisch geübt werden. Auch die Feuerwehr Hilden half bei der Übung tatkräftig indem sie die Einsatzleitung durch einen großen Einsatzleitwagen unterstützte, aus dem heraus der Einsatz geleitet werden konnte. Auch Kräfte des Langenfelder Ordnungsamtes unterstützen die Übung durch die Absperrung der Übung.
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