Langenfeld: 540 i-Dötzchen am Start

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Für 540 Mädchen und Jungen beginnt jetzt sogenannte "Ernst des Lebens".

Wenn die Sommerferien in der nächsten Woche zu Ende gehen, dann beginnt für 540 Mädchen und Jungen der sogenannte "Ernst des Lebens": Sie werden zum ersten Mal in die Grundschule gehen. Am 30. August besuchen auch 428 Kinder zum ersten Mal die weiterführende Schule, für die sie angemeldet wurden. Über die aktuelle Situation in Langenfelds Schule sprachen wir mit Ulrich Moenen, Fachbereichsleiter Jugend, Schule und Sport in der Stadtverwaltung.

Die Schullandschaft hat sich verändert

Die Schullandschaft hat sich in den letzten sechs Jahren, seit der Schulentwicklungsplan für die Stadt beschlossen wurde, gewaltig verändert. Wir haben schon mehrfach darüber berichtet, doch noch immer ist nicht jedem bewusst, dass es beispielsweise die Hauptschule Felix Metzmacher fast nicht mehr gibt. Diese Schule besteht nur noch aus einer Klasse – wenn man das überhaupt als Schule bezeichnen kann. Die Käthe-Kollwitz-Schule ist mit dem vergangenen Jahr schon ausgelaufen; sie existiert nicht mehr.

Schulen schließen

Und der Felix-Metzmacher-Schule geht es nicht viel besser. Deren letzte 75 Kinder besuchen in drei Klassen ihren letzte, den 10. Jahrgang. Am Ende des jetzt beginnenden Schuljahres gehört auch diese Schule der Vergangenheit an. Ihr Standort ist ohnehin nicht mehr der altbekannte; sie werden Am Hang beschult. Rund 30 Schüler zählt noch die Johann-Gutenberg-Realschule, deren Tage aber auch gezählt sind. Am Standort Fröbelstraße gibt es für sie jetzt noch eine 10. Klasse – und das war es dann mit der Gutenberg-Schule.

585 Schüler in der Prisma-Schule

Unverändert dagegen ist die Situation an der Kopernikus- Realschule, die auch weiterhin bestehen bleibt. In diese Schule gehen 620 Schüler, aufgeteilt in die Jahrgänge von 5 bis 10. Unverändert bestehen wird auch künftig die Bettine-von-Arnim-Gesamtschule, die im Verbund mit Hilden geführt wird. Sie wird von rund 1300 Schülern bis zum Abitur besucht. Das Konrad-Adenauer-Gymnasium beschult im neuen Schuljahr 1 070 Mädchen und Jungen, und die Prisma-Schule erreicht in ihren schon bestehenden Klassen 5 bis 9 inzwischen 585 Schüler.

Größere Nachfrage bei Gesamt- und Realschule

Betrachtet man die Anmeldesituation an den weiterführenden Schulen für das jetzt beginnende Schuljahr, dann zeigt sich, dass die Nachfrage nach Plätzen in der Gesamtschule ungebrochen ist; auch die Nachfrage zur Realschule ist eher stärker als schwächer geworden. Am Gymnasium dagegen hat sich die Nachfrage verringert (von 138 Anmeldungen im Vorjahr auf 98 Anmeldungen für dieses Jahr).

Offener Ganztag

Wenn man sich mit der Situation an den Schulen befasst, kommt man am Offenen Ganztag nicht vorbei. Wir haben in der letzten Ausgabe beim Bericht über die Kindergärten festgestellt, dass die Kinder immer jünger und über einen längeren Zeitraum täglich im Kindergarten betreut werden. Das hängt logischerweise mit der Berufstätigkeit der Eltern zusammen, für die sich allerdings mit der Einschulung des Kindes erneut die Frage stellt, wer die Betreuung über Mittag oder auch am Nachmittag übernimmt.
Hier ist nun wieder die Stadt gefragt; an allen 10 Langenfelder Grundschulen (mit 11 Schulstandorten) gibt es Halbtags- wie auch Ganztags-Betreuungsangebote für Schülerinnen und Schüler, berichtet Ulrich Moenen im Gespräch mit dem Wochen-Anzeiger: "Langenfeld hat seit 2005 den stetig wachsenden Bedarf an Betreuungsplätzen in den Grundschulen gedeckt, und zwar ohne dass es einen Rechtsanspruch gibt. Ebenso hat Langenfeld die Halbtagsbetreuung – das Programm 'Schule von acht bis eins' – immer von 7.30 bis 14 Uhr angeboten, um dem Bedarfs von halbtags berufstätigen Eltern gerecht zu werden".

Langenfeld über dem Schnitt

Moenen verweist nicht ohne Stolz auf die im März dieses Jahres veröffentlichten Schuleckdaten zum vergangenen Schuljahr, wonach im Land Nordrhein-Westfalen der Bedarf an Betreuungsplätzen zu 52,1 Prozent gedeckt war, in Langenfeld dagegen aber zu 71,2 Prozent. Im neuen Schuljahr wird der Bedarf sogar zu 73,6 Prozent gedeckt sein. Es gibt ab nächster Woche dann 86 Plätze (das sind vier Gruppen) mehr für Grundschüler, die dann halbtags in der Schule betreut werden können.
Elfie Steckel
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