Orgel der Johanneskirche erklingt in Ungarn

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Langenfeld (Rheinland): Johanneskirche Langenfeld |

Langenfeld. In wenigen Monaten wird auf der Orgel der Johanneskirche wieder musiziert. Allerdings nicht in der evangelischen Kirche in der Stadtmitte, sondern im ungarischen Tornyospalca nahe der ukrainischen Grenze.

14 klingende Register

Der reformierte Pfarrer Jozsef Szanto ist mit einem Orgelbauer und drei Helfern in Langenfeld, um die Pfeifenorgel der Marke Weyland fachgerecht auszubauen. Ihre mechanische Spieltraktur und 14 klingende Register, verteilt auf zwei Manuale und Pedal werden für den 1.500 Kilometer weiten Transport sorgfältig verpackt. „Unsere Gemeinde zählt zirka 1000 reformierte Christen“, sagt Pfarrer Szanto. „Seit vielen Jahren träumen wir von einer Pfeifenorgel, und seit zwei Jahren nehmen wir unseren Traum ernst und sammeln Spenden.“ Für den Einsatz in der reformiert-schmucklosen Kirche sind einige Umbauten der Weyland-Orgel nötig.
„Wir sind mit der Lösung sehr zufrieden“, sagt Presbyteriumsvorsitzende Karin Seitz. Der Verkaufspreis wird nicht genannt. „Es ist aber keine Spende“, betont Karin Seitz.

Musikalische Gemeinde

Pfarrer Hartmut Boecker ist ebenfalls froh, dass die Orgel eine sachgerechte Verwendung findet. In den Gottesdiensten, die seit der Entwidmung der Johanneskirche im CBT-Wohnhaus St. Franziskus gefeiert werden, wird der Gemeindegesang mit einem Flügel begleitet. Die „Johanneskirche im CBT-Haus“ ist also auch eine musikalische Gemeinde. An Ostern erfreute zusätzlich Flötenmusik die Gottesdienstbesucher. In der Gottesdienststätte, die in wenigen Jahren am Standort der Johanneskirche an der Stettiner Straße in Form eines multifunktionalen Gemeindehauses neu entstehen wird, wird es ebenfalls ein hochwertiges Musikinstrument geben, finanziert aus dem Erlös der Orgel.

Bei der Premiere in Ungarn dabei

Presbyteriumsvorsitzende Karin Seitz: „Die Orgel wird unseren ungarischen Geschwistern gute Dienste erweisen.“ Pfarrer Jozsef Szanto hat die Langenfelder Gemeinde bereits eingeladen, im Oktober nach Ungarn zu kommen und bei der feierlichen Indienstnahme des wertvollen Instruments dabei zu sein.
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