Trauer um Weinjunker Julius von Bukowski

Anzeige
So werden die Langenfelder ihren Julius von Bukowski in Erinnerung behalten. Drei Jahrzehnte lang hat er das beliebte Schoppenfest in der Innenstadt organisiert. ^Foto: de Clerque

Langenfeld. Die Nachricht, die gestern Morgen die Runde in der Stadt machte, hat Bestürzung und Trauer ausgelöst: Julius von Bukowski, ehemaliger Buchhändler und „Vater“ des Schoppenfestes, ist im Alter von 81 Jahren verstorben.

Gebürtiger Kölner

Der gelernte Buchhändler war Rheinländer von Geburt und aus Überzeugung. Ein gebürtiger Kölner kann wohl auch nicht anders sein. Beruflich hat es ihn später nach Stuttgart gezogen, doch das Heimweh trieb ihn zurück ins Rheinland. Am Langenfelder Marktplatz – genauer gesagt in der später von der Presse so titulierten „Schoppengasse“ – eröffnete er seine eigene Buchhandlung und pflegte vom ersten Tag an enge Kontakte zu den Langenfelder Bürgern und ihren Vereinen. Hier hat er das gesellige Leben vielfach mit gepflegt und belebt.

Gründer des Schoppenfestes

In der ganzen Stadt bekannt wurde er durch die Gründung des Schoppenfestes vor 30 Jahren. Zehn Jahre später gründete er den Verein der „Weinjunker“ und rief die Weinpatenschaft mit der Stadt Lorch am Rhein ins Leben. Als Anerkennung dafür überreichte ihm die Stadt Lorch im vergangenen Herbst den „Weinkulturpreis 2015“.

Langenfelder Gesprächskreis

Seine Profession als Buchhändler brachte ihn daneben auf die Idee, zusammen mit einigen Mitbürgern den Langenfelder Gesprächskreis zu organisieren, der so manch illustren Autor und Referenten in die Stadt holte. Aber auch die Pflege der rheinischen Mundart lag ihm am Herzen. Als Verleger agierte er manches Mal „op Platt“, und an Stammtischen wurde der Kölner zum „Langefääler“.
Nicht zu vergessen ist sein Engagement um das rheinische Brauchtum, unter anderem durch die Gründung des Ex-Prinzenclubs, auf dessen Konto die traditionelle Karnevalseröffnung am 11.11. zurückzuführen ist. Im Jahr 2012 erhielt er in Anerkennung all seiner Aktivitäten die Ehrenmedaille der Stadt Langenfeld.
Selbst im reiferen Alter pflegte er noch seine Hobbys: Schoppenfest organisieren, Büchermärkte arrangieren, erlebnisreiche Weinreisen in verschiedene Weinregionen offerieren …

Motor für das Vereinsleben

Das Langenfelder Vereinsleben hat mit Julius von Bukowski einen seiner unermüdlichen „Motoren“ verloren.
Elfie Steckel
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.