Pro und Contra: Neue Fußgängerzone

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Der Stadtspiegel hatte in seiner letzten Ausgabe über das "Nein" der Mendener Werbegemeinschaft zur Neugestaltung der Fußgängerzone berichtet. Zu meiner zusätzlichen Kolumne auf der Titelseite (die auch hier auf Lokalkompass.de stand und auf Facebook gepostet wurde) gab es auf Facebook mehrere Kommentare. Hier ein Auszug:


Melanie Wright-Althoff:
„Ich wurde vor 30 Jahren von Menden ins Rheinland verpflanzt. Bin aber jede Ferien zu Besuch gekommen und komme auch immer noch gerne nach Hause.
Die Mendener Innenstadt hat sich sehr verändert, positiv wie negativ. Mir gefällt der neue Bachlauf sehr gut, aber das Geschäftesterben macht mir Sorge. Die jungen Leute wandern ab, in größere Städte, Schulen müssen geschlossen werden...
Mein Fazit: Menden hat noch einen weiten Weg vor sich, um wieder so attraktiv zu werden, wie es mal war, aber ich bin sicher, das wird es schaffen.“

Helmut Schwittay:
„Was will die Stadt denn nun, eine Innenstadt ohne Geschäfte? Dann nur weiter so! Die Einzelhändler in der Stadt mussten durch die Rinnenbaustelle schon viel zu viel Umsatzeinbußen hinnehmen. Und jetzt soll das Spiel gleich weiter gehen? Aber dann meckern nachher alle wieder über die Leerstände in der Innenstadt. Im Zentrum wurde jetzt genug gemacht, es gibt noch andere Projekte die angegangen werden müssen!“

Mirko Kruschinski:
„Zum Glück haben das nicht eine Handvoll Händler zu entscheiden. Seit Jahren bekommt es der Mendener Einzelhandel durch Fehlentscheidungen und mangelnder Zusammenarbeit nicht hin auf Augenhöhe mit umliegenden Städten zu bleiben. Jetzt bekommt der Handel kostenlos den Vorgarten und den Eingang aufgehübscht und will auch das nicht. Eine weitere Fehlplanung.
Stattdessen möchte man lieber in ein paar Jahren neugestalten. Ohne Fördergelder. Bin gespannt ob die Einzelhändler die Kosten dann selbst übernehmen.“

Joe Knur: „Vor wenigen Tagen haben betroffene Einzelhändler sehr deutlich gemacht, dass die Baustelle in der Bahnhofstraße keinerlei Umsatzrückgänge gebracht hat. Die Gründe für Leerstände sind grotesk überhöhte Pachten, zugeparkte Innenstadtstraßen, schlechte Verkehrsverbindungen für Senioren, überteuerter öffentlicher Nahverkehr mit bizarren Fahrplänen und ein irrationaler Kampf der Einzelhändler gegen Fußgängerzone und Radverkehr. Die potentiellen Kunden schaden dem Einzelhandel vor allem durch Beratungsdiebstahl: stundenlange Beratungsgespräche führen und Personalkosten verursachen, anschließend aber online kaufen. Nicht zu vergessen die Weigerung des Einzelhandels, sich auf kompatible Öffnungszeiten zu einigen, und die Weigerung der Gastronomie, in den Abendstunden noch städtisches Leben zu versorgen.“

Jörg Treese: „Eine Neugestaltung/Verschönerung der Fußgängerzone ist eine große Chance für die gesamte Stadt Menden an Attraktivität zu gewinnen! Und - je eher mit dem Bau begonnen wird - desto besser!
Zum momentanen Zeitpunkt wird kein kaufmännisch denkender Zum momentanen Zeitpunkt wird kein kaufmännisch denkender Einzelhändler (und erst recht kein Großfilialist) langfristig in einen Mendener Standort investieren, in dem die ungewisse Situation des Einkaufszentrums „Nordwall“ ein riesen Bremsklotz für den Einzelhandel darstellt.
Auch um für alle Eventualitäten (Nichtbau des Centers) gerüstet zu sein, brauchen wir ein modernes, attraktives Herz (Fußgängerzone) in der Stadt! Die Neugestaltung kann eine Signalwirkung haben, die wir dringend benötigen.
Die Abstimmung der Werbegemeinschaft spiegelt zudem sicherlich nicht Mehrheit aller Einzelhändler wider.“

Jenni Gröhlich: „Wir haben eventuell zu spät mit der Verschönerung angefangen, dürfen aber jetzt auf keinen Fall nachlassen! Viel zu viel Jahre wurde nichts gemacht, jetzt müssen wir halt einiges auf einmal erledigen, dürfen deswegen den Fuß nicht vom Gas nehmen!“

Walter Schelte:
„Ich habe grundsätzlich nichts gegen Verschönerungen in der Stadt, ob mir persönlich die Neugestaltung der Achse Bahnhof /Kirche gefällt ist auch nicht interessant. Was mich stört,ist der finanzielle Aufwand zur Aufhübschung der Fußgängerzone vor dem Hintergrund fehlender Initiativen der Geschäftsleute angefangen bei einheitlichen Öffnungszeiten!
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