Neues Rettungskonzept in der Haard und der Hohen Mark

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Wer in der Haard, der Hohen Mark oder der Üfter Mark im Kreis Recklinghausen einen Unfall hat, soll künftig schneller Hilfe bekommen.

Der Regionalverband Ruhr (RVR), der Kreis Recklinghausen, die Kolping-Bildungszentren Ruhr und das Jobcenter Kreis Recklinghausen haben gemeinsam mit dem Aufbau eines neuen Rettungssystems begonnen. Damit können verletzte Wanderer, Jogger, Reiter oder Radfahrer den Rettungskräften ihren genauen Standort im Wald angeben. Hinweistafeln mit roter Umrandung zeigen in Not geratenen Personen ihren Standort. Bei den Standortkoordinaten auf den Schildern (zum Beispiel: RE 772-269) handelt es sich um die Abkürzung für den Kreis Recklinghausen sowie eine sechsstellige Nummer, die bei einem Notruf angegeben werden müssen.

Der Einsatzleitrechner kann der Feuerwehr und den Rettungsdiensten dann den Standort des Hilfesuchenden auf dem Bildschirm anzeigen und eine genaue Anfahrtsbeschreibung zum Einsatzort liefern. „Hier sind jeden Tag so viele Menschen unterwegs, da können einfach Unfälle passieren“, sagt Landrat Cay Süberkrüb. „Es ist beruhigend, dass die Hilfe im Notfall nun schneller und besser organisiert werden kann.“ 55 Notfallpunkte in der Haard in Haltern und Oer-Erkenschwick sind bereits aufgestellt. Geplant ist, in Kürze weitere 35 Schilder in der Hohen Mark und elf in der Üfter Mark in Dorsten zu installieren.

In Auftrag gegeben wurden die rund 150 Schilder und Rohrpfosten vom RVR Ruhr Grün, der dafür 4.000 Euro investiert hat. Die Montage wurde von den Kolping-Bildungszentren Ruhr und dem Jobcenter Kreis Recklinghausen organisiert. So wurde daraus ein Projekt mit vielseitigem Nutzen, wie Patrick Hundt, Fachdienstleiter Markt und Integration im Jobcenter Kreis Recklinghausen, erläutert: „Die Schilder werden aufgestellt von Menschen, die schon lange ohne Arbeit sind. Auch für unsere Kunden ist es wichtig, dass ihre Arbeit konkret sichtbar ist und den Besuchern hier zugutekommt.“

Demnächst kann man in den Waldgebieten auch die kostenlose App „Hilfe im Wald“ für sein Smartphone nutzen, die im Notfall den nächstgelegenen Rettungspunkt identifiziert und dorthin navigiert.
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