Olfen: „Bedarfsorientierten Schulbusverkehr“ ist Sieger beim Klimaschutzprojekt

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Die Schülerin braucht nur ihre Chipkarte an das Lesegerät zu halten, und schon zeigt das Tablet an, wo den Bus sie hinbringen muss - immer auf kürzestem Weg. Foto: Werner Zempelin
Olfen/Düsseldorf - Das Projekt „Bedarfsorientierter Schülerverkehr“ der Stadt Olfen erhielt in Düsseldorf im Rahmen der Jahresveranstaltung „Fortschrittsmotor Klimaschutz 2016“ den ersten Preis für den „Bedarfsorientierten Schulbusverkehr“ im Themenbereich „Mobilität gestalten“.
Bei der feierlichen Veranstaltung nahm Olfens Kämmerer Heinz Limberg stolz den Preis stellvertretend entgegen. Die „KlimaExpo.NRW“ ehrte insgesamt zwölf Klimaschutzprojekte aus Nordrhein-Westfalen. Von der Bürgerinitiative bis zum industriellen Großprojekt waren zur Preisverleihung alle Akteure eingeladen, die den Klimaschutz weiter vorantreiben wollen. Die Siegerprojekte wurden von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Klimaschutzminister Johannes Remmel ausgezeichnet.

Klimaschutz als Fortschrittsmotor


„Klimaschutz ist ein Fortschrittsmotor für Wirtschaft und Gesellschaft – das zeigen die Projekte der KlimaExpo.NRW. Die Preisträger sind eine beeindruckende Bestätigung für die nachhaltige Leistungsfähigkeit unseres Landes und zugleich ein Ansporn, Klimaschutz auch als wirtschaftliche Innovation noch stärker voran zu treiben“, sagte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Streckenoptimierung bei den Schulbussen


In Olfen wurde ein System entwickelt, das die Linienführung von Schulbussen bedarfsgerecht anpasst: Just-in-time berechnet das System anhand der eingestiegenen Schüler die kürzeste Route, um die benötigten Zielhaltestellen anzufahren. Durch die Nutzung der neuen Streckenoptimierung konnte die Fahrleistung der Olfener Schulbusse deutlich reduziert werden. Das spart Kraftstoff, Kosten und Zeit. Das Projekt der Regionale 2016, die im westlichen Münsterland strukturwirksame Projekte und modellhafte Lösungen für die Zukunftsfragen des ländlich geprägten Raumes präsentiert, zeigt eindrucksvoll, wie viel man durch ein Umdenken und gezieltes Umlenken beim Thema Mobilität insbesondere im ländlichen Raum erreichen kann.

Kosten, Kraftstoff und CO2 einsparen


Der bedarfsorientierte Schülerbusverkehr lohnt sich nicht nur für die Schüler, sondern auch für die Stadt. Bereits seit 2013 (!) wird das System in Olfen eingesetzt. Durch die neue Streckenoptimierung konnte die Fahrleistung der Olfener Schulbusse um rund 50 Prozent reduziert werden. Das führt zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch und damit zu einem reduzierten CO2-Ausstoß.
Durch die höhere Auslastung und die Reduzierung von Leerfahrten konnte sogar einer der drei früher benötigten Busse ganz eingespart werden.

Mobilität im ländlichen Raum weiter entwickeln


„Wir wollten uns in Sachen Mobilität im ländlichen Raum weiterentwickeln und neben klimarelevanten Aspekten auch unseren Schülerinnen und Schülern mehr Flexibilität und Zeitersparnis bieten", ist die Begründung von Wilhelm Sendermann, Bürgermeister der Stadt Olfen.
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