Weil in Olfen Baugrundstücke „Mangelware“ sind, soll ein großes Baugebiet für 130 Häuser her

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So sieht das neue, riesige Baugebiet „Ächterheide“ heute noch aus. Foto: Werner Zempelin
Baugrundstücke sind in der Steverstadt inzwischen Mangelware – selbst im Baugebiet Appelstiege, wo die Abschnitte III und IV erst im letzten Jahr erschlossen wurden, sind kaum noch Grundstücke zu haben.

Deshalb hat die Verwaltung schnell ein neues Baugebiet „aus den Hute gezaubert“: In der letzten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses stellte Beigeordneter Wilhelm Sendermann ersten Entwürfe für ein mögliches Baugebiet „Ächterheide“ vor. Auf einer rund zehn Hektar großen Fläche, die bis jetzt landwirtschaftlich genutzt wird, könnten rund 130 Grundstücke im Bereich Niekamp, Ächterheide und Kökelsumer Straße ausgewiesen werden. Die Erschließung würde laut Entwurf der Verwaltung von der der Kökelsumer Straße und von der Ächterheide aus erfolgen, wobei laut Sendermann „das bewährte Sackgassenprinzip verfolgt werde“, auch einen Kreisverkehr soll es im Kreuzungsbereich Kökelsumer Straße und Ächterheide geben.

Ein Spielplatz sei genauso selbstverständlich, wie ein Regenrückhaltebecken versicherte Sendermann. Gerade für die Bewohner der bereits vorhandenen Baugebiete in der Umgebung, die von den beiden Starkregen-Ereignissen sehr betroffen waren, ist die Auskunft wichtig, dass dieses „Baugebiet in Planung“ nicht an die bestehende Regenwasser-Kanalisation angeschlossen werden wird, sondern separat zur Stever entwässert wird, so, wie es bereits früher zum Beispiel bei Eckernkamp oder der Appelstiege der Fall war.

Wie in den bisherigen Gebieten sollen zum großen Teil eingeschossige Gebäude mit Dachgeschoss oder zweigeschossige ohne Dachausbau (Stadthäuser) zugelassen werden. „In dem Gebiet in der Nähe des Kreisverkehrs könnte sich Wilhelm Sendermann aber auch andere Wohnformen vorstellen, wie barrierefreie Eigentums- oder Mietwohnungen, sogar die kleine Bäckerei und den Kiosk. Die Stadt muss nun noch weiter planen und auch den Lärmschutz gegenüber der Kökelsumer Straße überprüfen und berücksichtigen.
Vor allem müssen erst die rund 20 Grundstückseigentümer „unter einen Hut“ kommen. „Wenn alles zügig verläuft“, so Beigeordneter Sendermann, „könnte die Erschließung bereits im nächsten Jahr erfolgen“.
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