Angela Pothmann vom SkF koordiniert die Flüchtlingshilfe

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Angela Pothmann koordiniert von ihrem Büro Am Neumarkt aus die ehrenamtlichen Helfer. (Foto: Max Rolke)
Von Max Rolke

Ohne die Hilfe der Ehrenamtlichen wäre es kaum möglich, die mehr als 470 Flüchtlinge in Recklinghausen zu betreuen.

Die Hilfsverbände haben alle Hände voll zu tun. Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) kümmert sich um die Flüchtlingsbetreuung in den Übergangsheimen in Recklinghausen und muss dabei viele Aufgabengebiete abdecken.
Die Koordination der ehrenamtlichen Helfer hat die Diplom-Sozialarbeiterin Angela Pothmann übernommen. Gerade verabschiedet sie eine junge Frau aus ihrem Büro, die sich als Dolmetscherin beim SkF engagieren möchte. „Es gibt viele Menschen, die ihre Hilfe anbieten und wir koordinieren zentral, wo die Menschen eingesetzt werden können“, erklärt sie.

Die Aufgabengebiete der Helfer beim SkF erstrecken sich dabei von der Unterstützung in der Kleiderkammer an der Vinckestraße, über Sprachkurse, die Organisation von Freizeitangeboten wie etwa gemeinsames Kochen, die Übernahme von Patenschaften für Familien, eine ärztliche Versorgung sowie Unterstützung bei allen Aufgaben des Alltags. „Wir helfen den Menschen bei Behördengängen, übersetzen, helfen beim Ausfüllen von Anträgen und beantworten Fragen zum alltäglichen Leben in Deutschland“, sagt Pothmann.

Dabei wird auch die junge Frau eingesetzt werden, die die Diplom-Sozialarbeiterin gerade verabschiedet hat. Dolmetscher sind unerlässlich, denn viele der Flüchtlinge sprechen oft nur wenig Englisch: „Sie erleichtern die Kommunikation gerade bei schwierigen Situationen wie etwa einem Arztbesuch“, sagt Pothmann.

Auf circa 80 bis 100 ehrenamtliche Helfer kann die Koordinatorin inzwischen zurückgreifen. Den typischen ehrenamtlichen Helfer gibt es dabei nicht, weiß die Diplom-Sozialarbeiterin: „Es sind ganz unterschiedliche Menschen, die ihre Unterstützung anbieten. Von pensionierten Lehrern, die Deutschkurse geben, über junge Helfer, die in der Kleiderkammer mit anpacken und Senioren, die bei den Freizeitangeboten unterstützen.“ Und die Liste mit Menschen, die sich engagieren wollen, wächst täglich. Dabei werden die Ehrenamtlichen vom SkF grundlegend auf ihre Aufgabe vorbereitet. Es gibt Kurse, Infoabende zu verschiedenen Themen, damit sich die Helfer auf die auch für sie selbst neue Situation einstellen können.

Angela Pothmann hat viel zu tun. Gleich hat sie einen Termin in einem der Übergangsheime: „Ich biete eine Sprechstunde für Flüchtlinge an. Sie kommen dann mit allen Fragen und Problemen zu mir und ich versuche zu helfen. Dabei greife ich auf die Ehrenamtlichen zurück und schaue, wer in dem Fall unterstützen kann.“
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