Glosse: Das kölsche Grundgesetz

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Foto: Archiv Martin Meyer
Die aktiven Jecken begrüßen sich mit einem Narrenruf. Dieser Schlachtruf kann je nach jeweiliger Region - egal, ob nun Karneval, Fastnacht oder Fasching gefeiert wird - unterschiedlich ausfallen. Während man in unseren Breitengraden im Normalfall ein fröhliches „Helau“ oder „Alaaf“ schmettert, erklingt in Wattenscheid ein „Wattsche Helau“. Klingt etwas sonderbar, kann aber noch getoppt werden. „Sandhase Hopp“ schallt es den Narren in Mannheim entgegen. Das wird dreimal gerufen, beim dritten Mal mit dreifachem „Hopp“. „Aff rappel di uff - Ahoi“ heißt es in Walldürn, „Wölfe - Hujauf“ in Hardheim. In Wangen im Allgäu erklingt der Narrenruf „Schelle schelle - schellau“ und in Neuhausen auf den Fildern „Auf die Pauke haut‘se - Bauze Bauze“. Die Vielfalt ist beeindruckend. Schön ist, dass am Ende für alle Karnevalisten verbindend das kölsche Grundgesetz gilt, welches die Welt bei konsequenter Anwendung erheblich friedlicher werden ließe: Jede Jeck is anders!
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