Baustart für das Glasfaser-Netz

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Ein 130-Tonnen-Kran hat die Station an ihren neuen Standort gesetzt. Bürgermeister Mike Rexforth (links) hat den Moment gefilmt.
 
Freuen sich über den Start (von links): Bürgermeister Mike Rexforth, Herbert Tekaat, Michael Leisten, Projektleiter Peter König und Friedhelm Koch.
Von Andreas Rentel

Schermbeck. Der Ausbau des Schermbecker Glasfasernetzes hat begonnen. Am gestrigen Dienstagmorgen hat ein 130-Tonnen-Kran die erste der beiden zentralen Verteilerstationen (Point of Presence, PoP) aufgestellt. Das Garagen-große Gebäude steht auf einem Grünstreifen zwischen dem Parkplatz und dem Sportplatz der Gesamtschule am Pfarrer-Heinrich-Paschen-Weg.

Innerhalb weniger Minuten war die Station vom Tieflader auf ihren neuen Standort versetzt, aber der Auf- und Abbau des erst acht Wochen alten, fünfachsigen Kranes dauerte jeweils rund eine Stunde.
Als erster Bauschritt werde die Verbindung des PoP nach Erle gelegt, erklärt Projektleiter Peter König. Wenn der PoP mit Strom und Licht versorgt sei, könnten die ersten Aktivierungen bei den Kunden erfolgen. König rechnet damit, dass es in der 39 oder 40 Kalenderwoche soweit sein wird. „In Kürze beginnen“ sollen die Hausbegehungen, mit denen sich Mitarbeiter der Deutschen Glasfaser mit Fotos und einer Dokumentation ein Bild bei den Kunden vor Ort machen, wie die Leitung gelegt werden soll. Rund 60 mal 80 Zentimeter groß werde das „Kopfloch“ gegraben, dass die Baufirma direkt an den Gebäuden öffnen muss, um das Kabel vom Gehweg ins Haus zu legen.

"Ein Röhrchen pro Haus"

Dabei gilt der Grundsatz „ein Röhrchen pro Haus“, denn jeder Kunde bekomme sein eigenes Kabel, erklärt König. Und: „Jeder Kunde wird auch angeschlossen.“ Dabei verweist er auf folgenden Grundsatz: „Sobald der Bagger vor dem Haus steht kostet der Anschluss 750 Euro.“ Wer sich noch vorher entscheidet, einen Vertrag zu unterschreiben, erspart sich die Baukosten. Mit Klebezetteln an den Haustüren werden die Baukolonnen ihre Arbeit ankündigen.
Es werde jede Woche Baubesprechungen zwischen der Deutschen Glasfaser und der Gemeindeverwaltung geben, sagt Bürgermeister Mike Rexforth. Die Gemeinde werde die Straßen nach dem Legen der Kabel prüfen und bei ordnungsgemäßer Arbeit abnehmen. Denn: „Ohne Abnahme gibt es kein Geld für den Generalunternehmer.“

Zweite Station an die Maxi-Schule

Der zweite PoP wird an der Zweifachsporthalle an der Maxi-Schule aufgestellt. Sternförmig sollen sich die Baukolonnen dann durch den Ort buddeln. „Wir machen einen 100-prozentigen Ausbau“, sagt König. Heißt: Es werden so viele Leitungen verlegt, dass eigene nachträgliche Anschlüsse möglich sind. Maximal 2772 Endkunden-Ports können in jedem PoP gelegt werden.
Ende des Jahres, so das Ziel von Deutsche Glasfaser, soll das Schermbecker Netz liegen und funktionieren. König: „Das ist mein Ziel.“ Seine Bitte: Bei Fragen oder Problemen sollen sich die Schermbecker an das Baustellen-Büro der Deutschen Glasfaser an der Mittelstraße wenden.
Unternehmen und Gemeinde arbeiten derzeit daran, ob sich Häuser im Ortsteil Üfte, zwischen Erle und erstem PoP gelegen, anschließen lassen. „Der Aufwand ist ungleich höher“, beschreibt Michael Leisten für die Verwaltung das Problem. Die Gemeinde werde die Anwohner über die Möglichkeiten informieren, so der Bürgermeister. Es soll eine Proberechnung erstellt werden.
Noch nicht erreicht sind die nötigen 50 Prozent für das Glasfasernetz im Schermbecker Gewerbegebiet. Die Hälfte der potentiellen größeren Unternehmen müsste mitmachen. „20 müssen wir haben“, sagt Wirtschaftsförderer Friedhelm Koch dazu. Aber: Einige täten sich mit einem Vertragsabschluss noch schwer.
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