Feuerwehr blickt auf 2016 zurück

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Selbstverständlich standen auch wieder Ehrungen auf der Tagesordnung zur Jahreshauptversammlung. (Foto: mar)
 
Die Mensa am Gymnasium war bis auf den letzten Platz gefüllt. (Foto: mar)

Zu insgesamt 566 Einsätzen rückte die Feuerwehr Schwelm im vergangenen Jahr aus, allein 394 Mal davon wurden technische Hilfeleistungen der Wehrleute benötigt, beispielsweise bei Verkehrsunfällen, Gefahrstoffeinsätzen, menschlichen Notlagen oder der Beseitigung von Ölschäden.

„Mit diesem Aufkommen liegen wir nur knapp unter dem Aufkommen des Vorjahres“, betont Markus Kosch als stellvertretender Wehrleiter.
Damit im Notfall ein möglichst reibungsloser Ablauf gewährleistet ist, finden regelmäßige Übungseinsätze – u.a. in Altersheimen, Krankenhäusern oder anderen öffentlichen Gebäuden – statt, um Abläufe zu verinnerlichen, zu optimieren und neuen Aktiven möglichst gut auf reale Löscharbeiten vorzubereiten. „Eine gut funktionierende Feuerwehr in der Stadt ist unersetzlich, sie trägt einen großen Teil für die Sicherheit der Bevölkerung bei“, betont Kreisbrandmeister Rolf-Erich Rehm, appelliert in diesem Zuge an alle Aktiven: „Bitte nutzt die Ausbildungen, Übungseinsätze und Schulungen unserer Wehr. Sie dienen eurer und unserer Sicherheit, damit sowohl ihr als auch die Menschen in ihren Notlagen unversehrt aus dem Einsatz zurück kehren könnt.“ Auch eine Ansprache an die Verwaltung der Stadt ließ Rehm nicht aus, richtete klare Worte an die zuständigen Behörden: „Sorgen Sie auch in Zukunft dafür, dass die Feuerwehr ihre Einsätze wahrnehmen kann, über die technische Ausstattung verfügt, die benötigt wird. Denn nur so können wir einwandfrei arbeiten, und schnell und unverzüglich Hilfe leisten.“

Ein großer Dank galt den Ehrenamtlichen

Dass die Schwelmer Wehr sowohl in Notsituationen, bei Bränden und anderen Hilfeleistungen so schnell vor Ort sein kann als auch bei Veranstaltungen innerhalb der Stadt Präsenz zeigt ist nicht zuletzt den engagierten Ehrenamtlern der heimischen Wehr zu verdanken: Über das gesamte Jahr verteilt präsentieren die Männer und Frauen zu verschiedensten Anlässen ihre Arbeit, werben um neue Mitglieder, bieten präventive Brandschutzseminare und vieles weitere an.
Die Teilnahme am Girls-Day, der Immobilienmesse in der Sparkasse, dem Citylauf oder beim Strampeln für die Weihnachtsbeleuchtung – wo immer es geht, ist die Schwelmer Wehr mit am Start.

"Wir sind stolz auf unsere Mitglieder"

„Wir sind enorm stolz auf den Einsatz unserer Mitglieder, sowohl der haupt- als auch ehrenamtlichen Kräfte“, betont Wehrleiter Matthias Jansen ebenso wie der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs. „Das Ehrenamt kann niemals durch hauptamtliche Kräfte ersetzt werden. Schwelm ist nicht nur in dieser Hinsicht vorbildlich. Sie arbeiten für und miteinander, sind eine tolle Gemeinschaft und halten die ausgesprochen gute Kooperation mit anderen Institutionen aufrecht. Machen Sie weiter so!“ Außerdem hob Ziebs, der selbst jahrelang in der Schwelmer Einsatzstelle gearbeitet hat, der Kreisstadt bis heute treu geblieben ist und „in vielen Situationen von den Anfängen in Schwelm profitiert“, die herausragende Jugendarbeit hervor. Genau so, wie der heimischen Wehr ist es auch für Ziebs von großer Bedeutung, „den Kontakt zur Basis“ zu halten, den Nachwuchs zu animieren und zu fördern. Stellvertretend für die jüngsten Mitglieder nahm der Präsis des Verbandes den elfjährigen Marius mit zum Rednerpult, als Zeichen dafür, „dass wir mit den Jugendlichen auf Augenhöhe arbeiten, dass die Jugendfeuerwehr genauso wichtig ist wie unsere Männer und Frauen der aktiven Wehr.“ Voneinander lernen, miteinander arbeiten, füreinander einstehen, Leben retten, Notlagen auffangen – das ist es, was die Arbeit der Feuerwehr ausmacht.

Gute Zusammenarbeit ist Voraussetzung Nr. 1

Einmal mehr hat die Feuerwehr leider auch mit Fluktuation, der zum Teil schweren Vereinbarung von Beruf und Ehrenamt zu kämpfen: „Vor allem tagsüber sind viele Ehrenamtler nicht in der Stadt“, weiß Jansen, weshalb es hin und wieder zu Engpässen kommen kann. Umso mehr freut ihn, dass zumindest die Kooperation mit umliegenden Firmen und Unternehmen sowie Angestellten der Stadt so positiv verlaufe, diese im Falle eines Einsatzes freigestellt werden.
Um diese Schwierigkeit weiß auch Christiane Sartor, stellvertretende Bürgermeisterin, die einmal mehr die Arbeit der Schwelmer Feuerwehr lobte, den zum Teil weit über das normale Engagement hinaus reichenden Einsatz der Kinder, Jugendlichen, Männer und Frauen hervor hob und im Namen der Stadt ein großes Dankeschön und herzliche Grüße überbrachte.

Engagement wurde belohnt

Wie viel Zeit die Kräfte der Wehr in ihre Arbeit investieren zeigen auch die zahlreichen Beförderungen und Ehrungen, die im Rahmen der Jahreshauptversammlung gebührend gefeiert wurden. 26 Aktive, darunter zwei Frauen, unterzogen sich den Prüfungen des Institutes der Feuerwehr oder aber erhielten aufgrund langjähriger aktiver Mitarbeit Urkunde und Abzeichen. Zum Abschluss des Abends standen die Jubilarehrungen für 25-, 35-, 40-, 50 und sogar 60-jährige Feuerwehrzugehörigkeit auf der Tagesordnung, wobei allen voran das Engagement Norbert Fichtels hervorgehoben wurde: Am 22. Juni 1966 trat er der Schwelmer Wehr bei, absolvierte Einsätze in Frankfurt, München, Karlsruhe und war jahrelang bei der Berufsfeuerwehr in Wuppertal aktiv. In Schwelm trieb er maßgeblich den Ausbau der hauptamtlichen Kräfte voran, begleitete den Neubau der Wache in der August-Bendler-Straße und fungierte sechzehn Jahre lang als Wehrleiter in der Kreisstadt, ehe er sein Amt am 1. Juni 2013 seinem Nachfolger Jansen übergab.
Für die kommenden Monate haben sich die Aktiven weiterhin die aktive Teilnahme an zahlreichen Veranstaltungen in Schwelm auf die Fahne geschrieben. Zusätzlich sind einige Aktionen im Rahmen der Kampagne "Feuerwehrensache" des Ministeriums für Inneres und Kommunales und des Verbands der Feuerwehren in NRW e.V. geplant.
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