Wohnung in Schwelm brannte lichterloh

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  Bereits am vergangenen Samstag wurde die Feuerwehr Schwelm um 14:11 Uhr mit dem Stichwort "Wohnungsbrand" in den Harkortweg 9b alarmiert, da Passanten dunklen Rauch von einem Balkon im 3. Obergeschoss aufsteigen sahen. Bei der Erkundung durch den ersteintreffenden Einsatzleiter vom Dienst, Brandoberinspektor Oliver Dag, stellte sich heraus, dass die betroffene Wohnung im 3. OG im Vollbrand stand. Da die Wohnungstür offen stand war der Flur des 3. sowie bereits auch des 4. und 5. OG stark verqualmt. In der Brandwohnung wurde eine Katze vermisst. Der Wohnungsinhaber konnte sich vor dem Eintreffen der Feuerwehr bereits selbst in Sicherheit bringen.

Das Feuer wurde von einem Angriffstrupp unter Atemschutz im Innenangriff mit einem C-Rohr sowie von einem weiteren Angriffstrupp,der mit einem C-Rohr über eine tragbare Leiter und den Balkon in die Wohnung eindrang, bekämpft. Parallel kontrollierten weitere Trupps der Feuerwehr unter schwerem Atemschutz die Nachbarwohnungen sowie die über der Brandwohnung liegenden Wohnungen in der 4. und 5. Etage. Diese mussten teilweise gewaltsam geöffnet werden. Um eine weitere Rauchausbreitung zu vermeiden wurde im Treppenraum des 3. OG ein mobiler Rauchverschluss eingesetzt und eine Überdruckbelüftung des Gebäudes aufgebaut. Die vermisste Katze hatte sich vom Balkon aus in einen Baum geflüchtet und konnte gerettet werden.

Der Wohnungsinhaber wurde nach einer Versorgung durch den Rettungsdienst zur Untersuchung in ein naheliegendes Krankenhaus gebracht. Bei den Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrangehöriger leicht und wurde ebenfalls in ein Krankenhaus transportiert. Durch das Feuer kam es zum Defekt eines Heizugsventils und zusätzlich lief heisses Heizungswasser in die Brandwohnung sowie den Flur und Treppenraum, so dass ein nicht unerheblicher Wasserschaden entstand. Das austretende Wasser wurde mit Hilfe von Wassersaugern soweit möglich aufgenommen und die Heizungsanlage provisorisch abgedichtet.

Fünf Bewohner des betroffenen Gebäudeteils wurde vorübergehend in einem Mannschaftstransportwagen der Feuerwehr und später in einem Bus der VER untergebracht, den die Polizei anforderte. Die Brandwohnung und einige andere Wohnungen bleiben vorerst unbewohnbar, die Bewohner konnten privat oder mit Hilfe des städtischen Ordnungsamtes unterkommen. Der zuständige Energieversorger war mit den Bereitschaftsdiensten Strom und Gas an der Einsatzstelle und schaltete die Brandwohnung stromlos. In den Abendstunden führte die Feuerwehr eine Brandnachschau durch, so dass der Einsatz erst vollständig am Abend abgeschlossen werden konnte.

Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 58 Einsatzkräften und 16 Fahrzeugen vor Ort. Neben der Hauptamtlichen Wachbesatzung und dem Einsatzleiter vom Dienst waren ehrenamtliche Kräfte der Löschzüge Stadt, Linderhausen und Winterberg im Einsatz. Darüber hinaus wurde die Feuerwehr Schwelm von der Kreisfeuerwehrzentrale mit einem Wechselladerfahrzeug und einem Abrollbehälter Atemschutz unterstützt. Insgesamt wurden 10 Trupps unter Atemschutz im Objekt eingesetzt.
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