Ein überragender Felix Engel führt Schwelm zum Sieg

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Wenn Schwelms Coach Raphael Wilder über die Partie vom neunten Spieltag spricht, fällt immer wieder ein Name: Felix Engel. Er war das Nonplusultra auf Seiten der Kreisstädter beim 83:67-Auswärtserfolg über Citybasket Recklinghausen am gestrigen Samstag, 23. November 2013. „Felix hat fantastisch gespielt, hochprozentig getroffen und obendrein noch sieben Assists gegeben. Einfach überragend“, schwärmt Wilder, der seinen Guard für diese Leistung mit mehr als 32 Minuten Spielzeit belohnte. Selbst belohnt hat sich Engel mit vier Dreiern und insgesamt 20 Punkten – er wurde Top-Scorer der Baskets.

Nachdem Center Dario Fiorentino den Sprungball erobert hatte, netzte Recklinghausens Cavel Witter zur ersten und einzigen Führung der Gastgeber an diesem Abend ein. Es dauerte zweieinhalb Minuten, bis David Hicks die ersten Schwelmer Punkte von der Freiwurflinie markierte. Ein 10:0-Lauf brachte den Baskets nach fünf gespielten Minuten ein kleines Polster (10:2), das sie bis zum Ende des ersten Viertels auf 21:11 ausbauten. „Die taktische Variante, mit den beiden kleinen Amerikanern zu starten und Tony von der Bank zu bringen, hat sich ausgezahlt. David ist fantastisch ins erste Viertel gestartet und hat Recklinghausens Top-Scorer Cavel Witter völlig aus dem Spiel genommen. Doch nicht nur Witter hat überhaupt nicht ins Spiel gefunden, auch der sonst sehr gefährliche Schütze Christoph Bruns konnte die einfachen Punkte, die er sonst bekommt, nicht machen“, sagt der Schwelmer Trainer zufrieden.

Im zweiten Abschnitt war es Anthony Pettaway, der Akzente für den amtierenden Vize-Meister der ProB setzen konnte: Bereits nach weniger als 60 Sekunden traf er zweimal von der Freiwurflinie und netzte bis zum Halbzeitpfiff neun seiner insgesamt 18 Punkte ein. Mit 19:15 gewannen die Schwelmer Baskets auch das zweite Viertel und verabschiedeten sich mit einem 14-Punkte-Polster im Gepäck zum Pausentee (40:26).

Nach dem Seitenwechsel hießen die Kreisstädter die Mannschaft von Trainer Thomas Roijakkers mit einem 7:0-Run in der zweiten Halbzeit willkommen (47:26). Die Gastgeber antworteten, doch der Baskets-Motor war heiß gelaufen. Knapp zwei Minuten vor dem Ende des dritten Viertels verwandelte Brandon Hogg einen Dreier zur zwischenzeitlichen 22-Punkte-Führung (63:41), die Recklinghausen nur noch auf ein 63:43 korrigieren konnte. Mit 23:17 ging auch dieser Spielabschnitt an Wilders Truppe.

Die Schwelmer Offensive erhöhte nach etwas mehr als zwei Minuten gar auf 26 Punkte (72:46), doch anschließend war ein wenig die Luft raus. Die Gastgeber zogen mehr und mehr zum Korb, reduzierten den Vorsprung bis zur Schlusssirene um zehn Zähler und gewannen das Viertel mit 24:20. Wirklich kratzen konnte dieser kleine Schönheitsfehler die zahlreich mitgereisten Schlachtenbummler aber nicht. Sie stürzten die Recklinghäuser V-Arena in einen blau-gelben Freudentaumel.

Sehr zufrieden mit dem Spielverlauf zeigt sich auch Coach Wilder: „Ich bin froh, dass wir ein in meinen Augen schweres Spiel gewonnen haben. Wir haben als Team sehr gut gespielt und uns den Sieg hart erarbeitet. Es macht Spaß zuzugucken, wenn die Mannschaft einen taktischen Plan zu 100 Prozent umsetzt. Ein Kompliment gebührt auf jeden Fall Max, der phasenweise sehr gut gespielt hat, während Brandon einen super schlechten Tag hatte. David hat die gesamte Partie über eine sehr gute Defense gespielt, aber sein Offensiv-Pulver im ersten Viertel schon verschossen. Wenn dann ein deutscher Spieler so in die Bresche springt, wie Felix es gestern getan hat, können wir den Ausfall der Amerikaner kompensieren.“

Für die Schwelmer Baskets netzten ein:
Engel (20/4), Pettaway (18), Hicks (15), Kramer (11/1), Hogg (9/1), Fiorentino (5), Schröter (3), Haake (2), Agyapong (dnp), Mengering (dnp)

Am kommenden Samstag, 30. November 2013, gastieren die Herzöge Wolfenbüttel in der Schwelmer Sporthalle West. Sprungball im Spiel gegen die Mannschaft, die aktuell die rote Laterne der 2. Basketball Bundesliga ProB Nord trägt, ist wie gewohnt um 19:30 Uhr.
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