Wieder Verstärkung für das Villigster Deeskalationsteam

Anzeige
Mit einer kleinen Show stellten sich Teilnehmende der Ausbildungsgruppe Fröndenberg den anderen Veranstaltungsteilnehmern vor.
 
Nach einjähriger berufsbegleitender Ausbildung wurden 9 Teilnehmerinnen zu Villigster Deeskalationstrainerinnen zertifiziert. Lehrtrainer Ulf Hecht (Mittte) und der Referent der Gewaltakademie, Dieter Frohloff, freuten sich mit ihnen.
Schwerte: Haus Villigst |

Zertifizierung von 100 „Neuen“ auf dem „Dinner für Trainer“


Jetzt war es wieder so weit: 100 Personen wurden zum Abschluss der einjährigen berufsbegleitenden Ausbildung zertifiziert. Sie waren in mehreren regionalen Ausbildungsgruppen in Nord-rhein-Westfalen zu Villigster Deeskalationstrainerinnen und –trainern qualifiziert worden.

Handlungs- und praxisorientierte Ausbildung

Die handlungs- und praxisorientierte Ausbildung umfasste eine persönliche Reflexion und Stärkung im Umgang mit Konflikten und Gewalt und ermutigt dazu, sich mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen darüber zu verständigen, was Sinn macht, Wert hat und als Regel taugt.

Die Absolventinnen und Absolventen wurden dazu angeleitet, Gewalt zu reflektieren und zu deeskalieren und eigenverantwortlich qualifizierte Trainings zu Gewalt und Rassismus anzubieten. Erste Trainingserfahrungen machten sie in Probetrainings in Schulklassen und Jugendgruppen.

Kriterien für gute Trainer

In der Laudatio auf die „Neuen“ beantwortete Referent Dieter Frohloff die Frage, was einen gu-ten Trainer ausmachen, und nannte acht Punkte:
• Authentizität und Identität von Person und Botschaft – Reden und Handeln stimmen überein
• Entwicklung und Realisierung von Interventions- und Methodenrepertoires
• Entwicklung von Wegen der „aktiven Gewaltlosigkeit“ und Transfer in die Alltagswelt
• Verzicht auf Rechtfertigung von Gewalt und Rassismus
• Offenheit der Handlungs-, Trainings- und Lösungsformen für die individuelle Prägung des Handelns
• Kollegiale Begleitung, Beratung und Ermutigung
• Mitwirkung in einem Team von Trainern durch Kritik, Reibungsprozesse, Impulse und Kooperation
• Engagement zur Weiterentwicklung der Gewaltakademie

Wirken der Gewalt Akademie – eine Erfolgsgeschichte

Seit der Gründung der Gewalt Akademie Villigst, organisatorisch angesiedelt unter dem Dach des Amtes für Jugendarbeit in der Evangelischen Kirche von Westfalen, sind mit „den Neuen“ insgesamt gut 1600 Leute in Gewalt-Deeskalation ausgebildet und für die Durchführung von Trainings qualifiziert worden.

Auf den Handlungsfeldern Kinder- und Jugendarbeit, Schule, Erwachsenenbildung und in der beruflichen Weiterbildung bietet die Gewalt Akademie Seminare und Workshops zum sozialen und interkulturellen Lernen, Deeskalationstrainings und Anti-Rassismus-Trainings zur Prävention und Intervention an, sensibilisiert stetig für das Thema und gibt konkrete Hilfestellungen weiter.

Zertifizierung von 100 „neuen“ Deeskalationstrainern

Erfreulich ist die diesmal hohe Zahl an Teilnehmern in den einzelnen Ausbildungsgruppen, die sich schwerpunktmäßig in Nordrhein-Westfalen befinden.

Die Teilnehmer waren in den Ausbildungsgruppen (AGB) Lippe/Detmold, Soest/Erwitte, Lever-kusen/Köln, Fröndenberg, Essen, Herford und Gütersloh qualifiziert worden. Außerdem läuft noch die ABG Universität Bielefeld, die im Laufe dieses Jahres zertifiziert wird.

Auch interne Zertifizierungen standen auf dem Programm: Als Moderatoren für die Ausbil-dungsgruppen wurden sechs Personen zertifiziert und zum Lehrtrainer Markus Parusel-Grotefeld (AGB Lippe/Detmold) berufen.

Wieder sechs regionale Ausbildungsgruppen am Start

Auch in diesem Jahr wird die erfolgreiche Arbeit fortgesetzt: 2015 gehen folgende regionalen Ausbildungsgruppen (ABG) an den Start: ABG Detmold/Lippe, AGB Düsseldorf, ABG Gütersloh, ABG Herford, ABG Leverkusen/Köln, AGB Münster/Osnabrück/Greven und ABG Soest/Erwitte. Außerdem läuft noch die ABG Universität Bielefeld, die im Laufe dieses Jahres zertifiziert wird.

Ausführliche Informationen und Anmeldung:
http://www.gewaltakademie.de

Veranstaltungsangebot wird seit 2014 erweitert

Seit 2014 ist das Angebot um 1-Tages-Veranstaltungen zu aktuellen Themen rund um die Themen „Konflikte“ und „Gewalt“ einschließlich Mobbing, und mit „Tipps für Neue“ ergänzt worden. Neben der inzwischen „klassischen“ Deeskalationstrainerausbildung wird auch Bedarf an speziellen Themen und Fachtagungen, etwa zur Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus, gedeckt.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.