Seniorenberater sagen Taschendieben den Kampf an

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In Schwerte, Unna (Foto) und Kamen waren am Mittwoch die Seniorenberaterinnen und Seniorenberater der Kreispolizeibehörde Unna (Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz) im Einsatz. Sie widmeten sich dem Kampf gegen den Taschendiebstahl. Mit im Boot: Projektleiterin „Senioren helfen Senioren“, Kriminaloberkommissarin Petra Landwehr (2. von links).
 
Kriminaloberkommissarin Petra Landwehr (links) im Beratungsgespräch. Sie rät der Dame, den Taschenriemen enger am Körper zu tragen.
Am heutigen Mittwoch (06.04.) zeigten die Seniorenberater des Kommissariats Kriminalprävention/Opferschutz der Kreispolizeibehörde Unna auf den Marktplätzen in Schwerte, Unna und Kamen Präsenz, um in einer gezielten Aktion den Taschendieben im Kreisgebiet den Kampf anzusagen.

Die Seniorenberater, 18 bei allen drei Aktionen an der Zahl, waren, zusammen mit Projektleiterin „Senioren helfen Senioren“, Kriminaloberkommissarin Petra Landwehr, im Einsatz. Sie informierten die Bürgerinnen und Bürger mit gezielten Hinweisen darüber, wie man Taschendiebstahl vorbeugen kann und: was man tun kann, wenn es denn passiert ist.

So hörten die Bürgerinnen und Bürger beispielsweise etwas darüber, dass Taschendiebe gerne die Enge suchen und besonders in größeren Menschenansammlungen ihre Opfer finden. Sie nutzen Großveranstaltungen, suchen Kaufhäuser auf, öffentliche Verkehrsmittel, Markttage und dergleichen mehr, um ihren Opfern die Taschen zu leeren. Die interessierten Bürgerinnen und Bürger wurden weiter darüber informiert, dass Taschendiebe ihre Opfer lange und genau beobachten, bevor sie „zugreifen“ und sie hörten etwas darüber, dass die „Spitzbuben“ körperliche Nähe suchen, dass sie möglicherweise ihre Ofer anrempeln und/oder in ein Gespräch verwickeln - im Hinblick auf einen schnellen und vom Opfer nicht bemerkten Griff in die Taschen. Auch bieten die „Klauer“ Hilfe an, um so mit ihren Opfern in Kontakt zu kommen. Sie arbeiten dabei selten allein, zumeist in Gruppen – d.h.: ein erster Täter lenkt das Opfer ab, ein zweiter Täter stiehlt und übergibt die Beute einem dritten Täter, der damit auf Nimmerwiedersehen verschwindet.

Die Bürgerinnen und Bürger wurden auch darüber informiert, wie sie vorbeugend einem Taschendiebstahl entgegen wirken können: so z.B. Geld, Schlüssel und Wertsachen immer dicht am Körper zu tragen oder aber die Handtasche nicht für alle sichtbar zu transportieren und schon gar nicht geöffnet. Eine Tasche sollte beispielsweise umgehängt, der Riemen quer zum Körper angelegt sein und die Verschlüsse zum Körper hin zeigend getragen werden. Bargeld oder Zahlungskarten sollten nur auf das Notwendigste beschränkt mit sich geführt werden. Auch wurde für weiter gehende Aufklärung gesorgt: „Sich selbst nie ablenken lassen“, so die Info – eben: „Sei schlauer, als der Klauer“!

Und was tun, wenn es passiert ist? Dann können andere Personen direkt zur Mithilfe gebeten werden. Das Opfer sollte sich Tätermerkmale einprägen, um den Täter später beschreiben und eventuell identifizieren zu können. Zahlungskarten sollten sofort gesperrt werden. Und natürlich sollte sofort die Polizei informiert werden.

Hier noch einmal die Notrufnummer der Polizei: 110. Die Bundespolizei ist unter der kostenlosen Hotline 0800 6888000 erreichbar.

Taschendiebstähle im Unnaer Kreisgebiet:
Im Bereich Taschendiebstahl sind die Fallzahlen in 2015 um 22,99% angestiegen. Verzeichnete die Behörde im Jahr 2014 insgesamt 435 Taschendiebstähle, so stieg diese 2015 um exakt 100 auf 535 Taschendiebstähle an. Die Aufklärungsquote ist hier im Vergleich zum Jahr 2014 um 1,91 % gesunken, sie lag 2015 bei 4,3%.


Taschendiebstähle wurden 2015 / 2014 erfasst und aufgeklärt:

in Bergkamen 83 (2015), aufgeklärt 2 / 81 (2014), aufgeklärt 5;
in Bönen 14 (2015), aufgeklärt 0 / 12 (2014), aufgeklärt 1;
in Fröndenberg 15 (2015), aufgeklärt 3 / 8 (2014), aufgeklärt 0;
in Holzwickede 14 (2015), aufgeklärt 0 / 17 (2014), aufgeklärt 0;
in Kamen 101 (2015), aufgeklärt 6 / 76 (2014), aufgeklärt 4;
in Schwerte 127 (2015), aufgeklärt 3 / 78 (2014), aufgeklärt 3;
in Selm 15 (2015), aufgeklärt 0 / 14 (2014), aufgeklärt 0;
in Unna 127 (2015), aufgeklärt 8 / 126 (2014), aufgeklärt 9;
in Werne 39 (2015), aufgeklärt 1 / 23 (2014), aufgeklärt 5.
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