Wiedereröffnung der evangelischen Kirche in Sonsbeck

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  Sonsbeck: Heerstraße | Sechs Monate lang konnten die evangelischen Christen in Sonsbeck zum Gottesdienst nicht in ihre Kirche auf der Herrenstraße gehen. Am vergangenen Sonntag wurde das Gotteshaus feierlich wiedereröffnet.

Die Feierlichkeiten begannen mit einem Gottesdienst um 11 Uhr, zu dem viele Gläubige aus der Sonsbecker Pfarrgemeinde, aber auch aus den umliegenden Gemeinden gekommen waren. Gehalten wurde er von Pfarrer Bublitz, dem Geistlichen, der für den Dienst in der Kirche und in der Kirchengemeinde zuständig ist. Der Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland Christoph Pistorius gestaltete den Gottesdienst mit. Auch der Vorsitzende des Presbyteriums Helmut Schwerdtfeger gehörte zu den wichtigsten Mitwirkenden.

Festlich eröffnet wurde der Gottesdienst mit einer Fanfare von "Traugott Fünfgeld", einem zeitgenössischen Komponisten für Kirchenmusik. Zur Begrüßung zitierte Herr Schwerdtfeger dann den Satz "Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe jetzt ist der Tag des Heils" aus dem zweiten Korintherbrief des Apostels Paulus. Danach folgten Lieder, Gebete, Sprüche und Psalmen in der Art, wie evangelische Christen es gewohnt sind. Zum Evangelium wurde die Bibelstelle Lukas 17, 20-24 vorgelesen. Diese Stelle handelt von dem Reich Gottes, dessen Kommen die Menschen nicht an äußeren Zeichen erkennen können, sondern das schon mitten unter den Menschen ist.

Ein besonderer Moment war gekommen, als der Vizepräses Christoph Pistorius auf die Kanzel stieg und dort eine Predigt hielt, die sich im Wesentlichen mit dem 14. Kapitel des Römerbriefes beschäftigte. In sehr eindringlicher Form verdeutlichte Herr Pistorius, dass Gott die Mitte unseres Lebens ist und wir uns in seiner Liebe geborgen fühlen dürfen. Darüberhinaus zeigt Paulus seinen Lesern aber auch einen rechten Weg durch das Leben. Die Worte des Apostels sollen uns als Orientierung dienen. Sie sollen uns verstehen lassen, was unser letzter Halt ist und worauf es im Leben ankommt.

Die Wiedereröffnung der Kirche an einem Reformationssonntag ließ den Vizepräses auch auf den Reformator Martin Luther eingehen. Er erinnerte daran, dass Luther das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche übersetzt hat, ein Verdienst, der von unschätzbarem Wert ist, da Luther mit seiner Übersetzung dafür gesorgt hat, dass die Menschen einen eigenständigen Zugang zu den Briefen des Apostel Paulus, zur Apostelgeschichte, zu den Evangelien, zu allen Büchern des Neuen Testaments finden konnten, finden können und finden können werden.
Pistorius erklärte den Messbesuchern auch, dass der Wortlaut der Bibel in gewisser Weise immer aktualisiert werden müsse. Das sei noch in den letzten Jahren geschehen und er freue sich darüber, dass er der Kirchengemeinde eine im engeren Sinne neu übersetzte Lutherbibel als Geschenk überreichen dürfe.

An den Gottesdienst schlossen sich Grußworte von Herrn Schwerdtfeger, Herrn Wefers und Herrn Schmidt an, wobei Herr Schwerdtfeger für das Sonsbecker Presbyterium, Herr Wefers für den Kirchenkreis Kleve und Herr Schmidt für die Gemeinde Sonsbeck sprach. Den herzlichen Glückwünschen dieser drei Herren schloss sich auch der katholische Pfarrer in Sonsbeck Herr Hoebertz an. Auch ihm war die Freude an dem Fest ins Gesicht geschrieben, gab er doch auch zu verstehen, was für eine gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Konfessionen bestünde. Als Geschenk überreichte er eine hübsche Kerze. Herr Wefers lud das Presbyterium ein, einen Wunsch an ihn zu richten. Die Worte des Bürgermeisters, die seinen Dank gegenüber den Kirchengemeinden bei der Bewältigung des recht großen Flüchtlingszuwachses in Sonsbeck zum Ausdruck brachten, werden den Messbesuchern ebenso freudig in Erinnerung bleiben wie diejenigen, mit denen er seinen Wunsch, dass die evangelische Kirche allzeit ein Ort der Besinnung, der Hoffnung und der Liebe bleibe.

Am Ende seiner Rede dankte Herr Schmidt den Bauleiterinnen für ihre gute Arbeit.

Auch Frau Maliska und Frau Ebert fanden die richtigen Worte, um der neu eröffneten Kirche eine gute Zukunft zu wünschen.

Vorbereitet worden waren auch noch ein Empfang und ein Orgelkonzert in der Kirche, im Wichernhaus gab's am Nachmittag Kaffee und Kuchen und am Abend ein Konzert mit dem Titel "Pop in der Kirche".

Im Namen der Redaktion darf gewiss auch ich herzliche Glückwünsche übermitteln.

Mit herzlichen Grüßen
Hildegard van Hüüt als Bürgerreporterin beim "Lokalkompass Xanten"
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2 Kommentare
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Christian Tiemeßen aus Emmerich am Rhein | 07.11.2016 | 20:19  
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Hildegard van Hueuet aus Xanten | 09.11.2016 | 00:16  
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