Kraftprotze an der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule

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Die Schüler der Gesamtschule hatten Besuch von Wrestling-Stars. (Foto: Karl Kirst)
 
Die Wrestler hatten sichtlich Spaß daran, über ihre Arbeit zu reden. (Foto: Karl Kirst)
Sprockhövel: Wilhelm-Kraft-Gesamtschule |

In einer bundesweit einzigartigen Aktion bekam die Wilhelm-Kraft-Gesamtschule am Mittwoch Besuch von wahrhaftigen Kraftpaketen.

Drei professionelle Wrestler der größten deutschen Wrestling-Liga, der wXw, stellten sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs, erzählten einiges über ihren Beruf und gewährten mit ihren Antworten sogar einen Einblick „hinter den Vorhang“ des Show-Kampfes.
Big Daddy Walter, einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Wrestler, erzählte von seinen internationalen Auftritten, die ihn bis in die traditionsreichen Arenen Japans geführt haben, aber auch von seinem Alltag als Profi-Wrestler. Er erzählte darüber, wie man neun regelmäßige Trainingseinheiten in sieben Wochentage hinein bekommt und welche beruflichen, aber auch privaten Dinge er aufgeben bzw. welche Einschränkungen er in Kauf nehmen muss, um diesen Beruf leben zu können.
Die Schülerinnen und Schüler zeigten besondere Neugierde an den Absprachen im Wrestling und zeigten sich verdutzt, dass hier, wie Walter offen zugab, von der Dauer eines Matches bis zum Sieger alles feststehen würde, lediglich der Verlauf des Matches dasjenige sei, was die Wrestler gemeinsam im Ring improvisieren würden.
Sein mitgereister Kollege Timothy Thatcher aus den Vereinigten Staaten ergänzte, immer wieder stolz durch seine Zahnlücke schmunzelnd, dass im Wrestling, im Gegensatz zu anderen Kampfsportarten, die besondere Herausforderung darin liege, dem Gegner zu vertrauen und ihn eben nicht zu verletzen, sondern beiden im dem Moment, in dem die Ringglocke läutet, es nur darum gehe, dem Publikum eine gute Show zu bieten.

Wrestlingschüler auch vor Ort

Der jüngste Gast war Francis Kaspin. Er ist ein Wrestling-Schüler von Big Daddy Walter und trainiert erst seit Zweieinhalb Jahren, hat aber bereits sein Debut vor Publikum erlebt. Er rundete mit seinen Beiträgen das Gespräch dahingehend ab, dass er sich zwar auch wünschen würde, vom Wrestling leben zu können, er sich aber mit einem zeitgleichen Studium der Wirtschaftswissenschaft an der Uni Bochum ein zweites Standbein erarbeite, weil es sehr schwierig sei, allein vom Wrestling leben zu können.
Etwas nachdenklich wurde die Stimmung mancher Schüler dann, als die Profis nachdrücklich darauf hinwiesen, dass alles, was die Kids im Fernsehen vom Wrestling sehen, niemals nachgeahmt werden dürfe. Auch wenn es nur Verehrung ihrer Idole sei oder es im Spaß geschehe, aber die Notwendigkeit einer soliden und langen Ausbildung sei eine Grundvoraussetzung, um diesen Sport ausüben zu können. Im Anschluss machten die Schülerinnen und Schüler ausgiebig Gebrauch von der Gelegenheit, mit den Stars Selfies zu machen und sich Autogramme zu holen.

Schnupperkurs am Nachmittag

Nachmittags bekam noch eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule die Gelegenheit zu einem Probetraining. Big Daddy Walter und Timothy Thatcher empfingen die neugierigen Jugendlichen in der hauseigenen Wrestlingschule der wXw in Essen, wo bereits beim professionellen Aufwärmen so manches Ächzen zu vernehmen war.
Endlich im Ring selber angekommen, zeigten die Profis unermüdlich sich im Anspruch steigernde Falltechniken, die die Schülerinnen und Schüler nachmachten und wobei sie professionelle Tipps bekamen, wie sie ihre Technik noch optimieren könnten. Bei allem Hinfallen war dann aber das Schmerzhafteste tatsächlich eine Übung, bei der es um das Hineinlaufen in und Zurückfedern aus den soliden Ringseilen ging.
Trotz einiger blauer Flecke wurde dieser Ausflug aber doch von allen Teilnehmenden genossen, auch die Wrestler hatten Freude daran, ihr Wissen weiterzugeben. Big Daddy Walter resümierte: "Es war uns eine Freude, der Jugend unseren Sport näherzubringen und wir waren von der uns entgegengebrachten Begeisterung überwältigt."
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