Walter Kanders zur Bürgermeisterwahl: "Bitte keine Lachnummer für Uedem"

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Uedem: Rathaus |

Rainer Weber, der von der örtlichen CDU bereits zum dritten Mal ins Rennen um das Bürgermeisteramt geschickte, parteilose Uedemer, unterstrich bei der Vorstellung im Bürgerhaus, dass er gewillt sein, wieder der erste Bürger der Gemeinde zu werden. Die Gemeinde habe nämlich mehr zu bieten als Märchen und Tourismus.

Von franz geib

In gut 36 Tagen haben die Bürger der kleinen Gemeinde zu entscheiden, was sie lieber haben wollen. Dem Programm seines Mitbewerbers von der SPD stellt der Amtsinhaber zunächst mal seine Erfolge entgegen: „ Wir haben die Finanzen in den Griff bekommen, wichtige Gebäude (Bürgerhaus, Zweifachturnhalle) energetisch auf den aktuellen Stand gebracht, den Allenradweg ausgebaut, 60.000 Quadratmeter Gewerbeflächen entwickelt und verkauft, 300 Arbeitsplätze geschaffen.“

Nur gemeinsam geht es voran


Unter der Überschrift „Nah am Menschen - Gemeinsam für Uedem“ präsentierte Rainer Weber im Beisein des Parteivorstands das von ihm formulierte Wahlprogramm für die kommenden 5 Jahre.
„Ich glaube schon, dass ich nah an den Menschen vor Ort bin, denn nur gemeinsam geht es für eine Gemeinde voran“, meinte Rainer Weber. In sieben Punkten legte Weber dar, wo seine Schwerpunkte in den kommenden fünf Jahren zu setzen sind.

"Wir dürfen keinen zurücklassen."


Thema Miteinander: „Mir sind die Ortsteile und Vereine wichtig. Wir dürfen keinen zurücklassen.“
Der Wohnstandort Uedem müsse weiterhin attraktiv gestaltet werden, dazu gehöre natürlich auch neue Wohnbauflächen zu entwickeln, auch wenn die Gemeinde selbst über keine weiteren Flächen verfüge.
Bei der Erschließung von weiteren Gewerbeflächen sei Uedem auf einem guten Weg. 7, 3 Hektar an der südlichen Molkereistraße habe sich die Gemeinde sichern können, nun gelte es diese mit Genehmigung des Landes peu á peu zu erschließen. So ließen sich die Verluste bei den Gewerbesteuereinnahmen, 2014 waren es nur rund 3 Millionen Euro, gegenüber 4, 8 Millionen in 2013, kompensieren.

Leistungsfähigkeit nicht gefährden


Eine sparsame Haushaltspolitik sei darum auch weiterhin geboten, um die Leistungsfähigkeit durch Überschuldung nicht zu gefährden.
Aufgaben für die Zukunft gäbe es genug: Der Aus- und Umbau von Straßen, schnelles Internet, freies WLan, die Realisierung der B67n (steht kurz vor der Planfeststellung) oder auch Inklusion. „Wir gehen davon aus, dass uns der Bund nochmals entlasten wird und uns nicht alleine im Regen stehen lässt“, so Weber.

Aufforderung zur Wahl zu gehen


Und zu seinem Mitbewerber um das Bürgermeisteramt, Heinz Bömler, hatte der Amtsinhaber schließlich auch noch etwas zu sagen: „Ich nehme ihm übel, dass er die Arbeit der Verwaltung als Kasperletheater bezeichnet, obwohl er sich mittlerweile dafür entschuldigt hat. In Uedem wird enorm viel darüber gesprochen und wenn das andere ebenfalls nicht gut finden, kann ich nur alle auffordern, am 13. September zur Wahl zu gehen.
Diese sei noch längst nicht gewonnen, auch wenn ihm dies viele Bürger und Freunde attestieren würden: „Ich nehme den Herausforderer sehr ernst.“

Walter Kanders, der stellvertretende Bürgermeister, gab am Ende noch einmal einer Hoffnung deutliche Worte: "Bitte keine Lachnummer! Das hat Uedem nicht verdient."
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