Wichtig ist, was drin ist: Jetzt für Unnaer Christian-Tasche-Filmpreis bewerben

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Sieht aus wie ein professioneller Filmdreh - ist es auch. Und trotzdem "low budget" - der Trailer zum diesjährigen Tasche-Fimpreis. Drehort war übrigens das Bornekamptal. (Foto: privat)
 
Szene aus dem Trailer: Trophäen - sind das einzige was "Starregisseur" Eller noch interessiert. (Foto: privat)

Unna wird immer mehr zum Mekka der Nachwuchsfilmer. Alles begann mit Peter Thorwarths „Unna“-Trilogie, gefolgt vom „FatPIGtures“-Filmfestival oder dem Crowdfunding-Projekt „Young and wild“. Inzwischen ist aus Peter Thorwarth ein erfolgreicher international bekannter Regisseur geworden – und aus dem FatPIGtures-Festival der Christian-Tasche-Filmpreis.

Das ehemalige FatPIGtures nach Christian Tasche zu benennen ist eine Hommage an den begabten Schauspieler, der sich sehr für das Festival engagiert hatte und 2013 plötzlich und unerwartet mitten in den Vorbereitungen für das Festival verstarb. Mit dem neuen Namen ist das Festival „erwachsen“ und nach fünf Jahren zu einer festen Größe in der bundesweiten Nachwuchsszene geworden. „Aber wie immer ist sowieso wie jedes Mal alles neu“, schmunzelt Mit-Organisator Thomas Schmidt vom MedienKunstRaum der Kulturbetriebe der Stadt Unna.

Denn für die Jungfilmer zwischen 16 und 26 Jahren, an die sich der Wettbewerb richtet, „ist ein Jahr eine ewig lange Zeit“, weiß Thomas Schmidt, „einige Talente sind inzwischen zu alt, dafür gibt es genügend andere Talente, die nun ‚endlich‘ teilnehmen dürfen.“.

94 Wettbewerbsbeiträge aus der ganzen Republik gab es im letzten Jahr. „Ob diese Zahl wieder erreicht wird, wissen wir nicht“, erklärt Thomas Schmidt. „Es hat ja viel mit der Qualität zu tun, wenn wir nur 30 Beiträge haben, die aber alle total super sind, ist das sicher nicht schlechter, als wenn wir 100 Beiträge haben, von denen aber zwei Drittel nicht gut sind“, so Felix Maxim Eller, der gemeinsam mit Karsten Jaskiewicz die Hauptlast der Festivalorganisation trägt.

Die beiden sind „Gewächse“ des alten FatPIGtures-Festivals, Eller war gleich drei Mal Preisträger, Jaskiewicz Darsteller in den ausgezeichneten Filmen. „Dass die beiden jetzt in die Festivalleitung eingestiegen sind, zeigt, dass unser Konzept funktionieren kann“, so Thomas Schmidt. Denn der Filmpreis ist so konzipiert, dass der Filmnachwuchs sein eigenes Festival veranstaltet.

Neu beim diesjährigen Festival, das vom 25. bis 26. November stattfindet, ist die Einbindung der Kulturregion Hellweg. Es wird innerhalb des Tasche-Filmpreises den Aufruf an Jungfilmer der Hellwegregion geben, unter dem Titel „Skript24“ innerhalb von 24 Stunden einen Film zu produzieren, der dann während des Festivals in Unna gezeigt wird.

Ab sofort können Wettbewerbsbeiträge zum Christian-Tasche-Filmpreis eingereicht werden. „Das geht per Hochladen über die Homepagewww.christian-tasche-filmpreis.de, ganz klassisch per Post an den MedienKunstRaum oder man kann den Film auch einfach hier im MedienKunstRaum im zib abgeben“, erklärt Felix Maxim Eller. Einsendeschluss ist der 26. Oktober.

Wer Rat und Hilfe braucht, technische Unterstützung oder rechtliche Fragen hat, kann sich ebenfalls an das Team im MedienKunstRaum wenden. „Urheberrechtsfragen zum Beispiel gewinnen zunehmend an Bedeutung, da sollten Filmemacher aufpassen und sich im Zweifelsfall gut beraten lassen, sonst kann es teuer werden“, rät Karsten Jaskiewicz.

Doch der Filmnachwuchs sollte sich keinesfalls durch eine überbordende Rechtsdiskussion davon abhalten lassen, sich mit einem Film am Wettbewerb zu beteiligen. „Alles ist möglich – dieser Grundsatz gilt für den gesamten Wettbewerb“, macht Felix Eller nochmal deutlich: „Du hast nur ein Handy zum filmen? OK! Du willst einen Animationsfilm machen? OK! Du willst einen Dokumentarfilm drehen? OK! Du willst zusammen mit Deiner Schulklasse mitmachen? OK!“

Auch der Werbetrailer für das Filmfestival, der ab morgen im KinoCenter Unna anläuft, ist dafür ein Beispiel. Der Trailer beginnt mit Kriegsszenen, Explosionen, fetter Action. Dann der Schwenk in ein spießiges Esszimmer, der Trailer wird zur Komödie, Regisseur Eller fordert Darsteller Jaskiewicz auf, mehr Gefühl zu zeigen, was dieser in Form von sabbernden Körperflüssigkeiten tut. Fazit: Neue Filmemacher braucht das Land – die nicht so einen Blödsinn verzapfen!

„Den Film haben wir an zwei Drehtagen im Bornekamp gedreht, eine absolute ‚low budget‘-Produktion“, erklärt Felix Eller. Und ein Beweis dafür, dass ein guter Film keine ausgefeilte Technik und Hollywoodschauspieler braucht um zu funktionieren. „Und das ist überhaupt das wichtigste, ein Film kann so billig gemacht sein wie er will, solange er funktioniert, ist alles gut“, bekräftigt Felix Eller.

Der Filmpreis:


 Einsendeschluss: 26. 10. 2015

 Die Organisatoren treffen eine Vorauswahl, die Jury – Arved Birnbaum, Johannes Rotter, Michèle Fichtner, Sönke Möhring und Stefan Jürgens – kürt die Sieger

 Festival am 25. und 26. 11. im Linden4tel

 Infos und Film-Upload über www.christian-tasche-filmpreis.de oder www.facebook.com/Christian-Tasche-Filmpreis

 Oder: MedienKunstRaumUnna, Thomas Schmidt, Lindenplatz 1, 59423 Unna, Tel. 02303/103 758
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