Kreis Unna soll bei Familienfreundlichkeit von anderen lernen

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Kommt der Nachwuchs, gibt es bei Familien im Kreis Unna häufig Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. (Foto: Archiv)
Kreis Unna. Leicht verbessert, aber noch Lichtjahre von der Spitze entfernt – so bringt die CDU das Abschneiden des Kreises Unna im Familienatlas 2012 des Prognos-Instituts auf den Punkt. Prognos hatte erneut im Auftrag des Bundesfamilienministeriums die Attraktivität der Regionen für Familien untersucht.

„Zwar hat der Kreis Unna den geradezu peinlichen letzten Platz, den er bei der Untersuchung vor fünf Jahren belegte, hinter sich gelassen“, stellt Wilhelm Jasperneite, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion fest. „Aber es besteht längst kein Grund zum Jubel.“

Erfolgreiche Konzepte prüfen und umsetzen

Große Sorgen mache den Christdemokraten das nach wie vor schlechte Abschneiden bei der Bewertung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie (Rang 317 von 402) und vor allem in Sachen Bildung; hier wird Rang 395 von insgesamt 402 belegt.
„Es muss noch viel passieren“, meint Jasperneite und hat auch gleich einen Vorschlag parat: „Schauen wir doch einfach mal im erfolgreichen Kreis Coesfeld, wie man es dort geschafft hat, zur „Top-Region“ für Familien zu werden.“ Anschließend sei zu prüfen, ob und wie die Coesfelder Konzepte auch im Kreis Unna umgesetzt werden könnten.
„Was wir allerdings nicht haben“, so Jasperneite, „ist Zeit. Denn mit jedem Jahr, in dem der Kreis Unna für Familien wenig attraktiv ist, verlieren unsere Städte und Gemeinden Einwohner, die wahrscheinlich nie wieder zurückkommen.“ Dies könne sich der Kreis mit Blick auf den ohnehin anstehenden Bevölkerungsrückgang nicht erlauben, meint Jasperneite.
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