Versorgungskompanie statt Logistikkompanie: Feierliche Zeremonie in der Unnaer Glückaufkaserne

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Unna: Glückaufkaserne | Von Jörg Stengl

Mit einem militärischen Appell in der Glückauf-Kaserne in Unna wurde das Logistikbataillon 7 in das Versorgungsbataillon 7 der neuen Heerestruktur umgegliedert. Rund 800 Soldaten nahmen an dieser feierlichen Zeremonie teil, darunter Fahnenabordnungen und eine Delegation der Knappenvereine. Das Heeresmusikkorps aus Kassel gab dem Appell einen besonderen musikalischen Rahmen.

Vor zahlreichen geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft erläuterten General Kai Rohrschneider, Kommandeur der Panzerbri­gade 21, sowie der Bataillonskommandeur des Logistikbataillon 7, Oberstleutnant Andreas Bock, die Hintergründe dieser Umgliederung.

Rohrschneider sprach von einer grundlegenden Veränderung der Struktur: „Die Umgliederung ist nicht nur eine Veränderung des Namens, sondern krempelt das gesamte Bataillon um.“ Für jeden Angehörigen des Bataillons verändere sich seine militärische Heimat grundlegend.

Je zwei Logistikkompanien an den Standorten Unna und Augustdorf werden zu jeweils einer Versorgungskompanie zusammengefasst. Aus der leichten Instandsetzungs- und der gemischten Nachschubkompanie am Standort Unna wird die 3. Kompanie des Versorgungsbataillons. Die 4. Kompanie wird im Standort Stadtallendorf neu aufgestellt, die 1. Kompanie bleibt in Unna. Um insgesamt 100 Soldaten wird das neue Bataillon reduziert, 70 davon am Standort Unna. „Zum Teil werden die betroffenen Soldaten in der Region versetzt, der Großteil verlässt die Bundeswehr mit ihrem regulären Dienstzeitende“, erklärt der Presseoffizier Thorsten Roche. Nach der Reduzierung sind 451 Soldatinnen und Soldaten in der Glückauf-Kaserne stationiert. Das Logistikbataillon 7 ist der einzige große militärische Verband im Ruhrgebiet.

Aufatmen in Unna


Mit den im Mai 2011 verkündeten verteidigungspolitischen Richtlinien und der Abschaffung des Grundwehrdienstes im Juli 2011 haben sich die Voraussetzungen für die Bundeswehr grundlegend geändert. Mit Spannung habe man die Standort-Entscheidungen verfolgt und kräftig durchgeatmet, als in den Planungen der Standort Unna miteinbezogen worden war, freute sich Oberstleutnant Bock über die Fortsetzung der langen Bundeswehr-Tradition in der Hellwegstadt.
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