Tipps: Kosten sparen durch den richtigen Dreh am Heizkörper

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Richtig eingestellt liefern die Heizkörper wohlige Wärme für alle Bewohner. (Foto: privat)

Herbstzeit ist Heizzeit. Um es in den eigenen vier Wänden möglichst schnell kuschelig warm zu haben, wird das Thermostatventil vielerorts bis zum Anschlag aufgedreht. Eine Nachlässigkeit, die Heizenergie und damit Geld kosten kann.

„Viele glauben, dass bei der Thermostat-Einstellung von '5' ein Raum schneller warm wird“, gibt Astrid Stadtmüller, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Unna, ihre Erfahrung wieder. „Dabei hat man unbewusst einen Wasserhahn im Kopf, bei dem auch mehr Wasser fließt, je weiter man ihn öffnet“, so die Expertin schmunzelnd. Oftmals wird aber vergessen, das Thermostatventil bei erreichter Raumtemperatur auch wieder zu schließen. Überschüssige Wärme wird dann einfach weg gelüftet, was mit einem erhöhten Heizenergieverbrauch verbunden ist.

„Wenn man weiß, wie die Ventile funktionieren, kann man die Heizung optimal einstellen“, klärt Astrid Stadtmüller auf. Dank einer speziellen Flüssigkeit, die sich innerhalb des Drehknopfes befindet, reagiert das Thermostatventil sehr empfindlich auf die Raumtemperatur. Ist eine bestimmte Gradzahl erreicht, dehnt sich die Flüssigkeit aus, und das Ventil schließt automatisch. In der Regel ist mit der Position 3 eine Raumtemperatur von 20 bis 21 Grad verbunden. Ein ausgekühlter Raum erreicht genauso schnell die gewünschten 20 oder 21 Grad, wenn man das Ventil nur auf 3 statt auf 5 einstellt. Der wesentliche Unterschied: Steht das Ventil auf 3, wird die Wärmezufuhr zum Heizkörper gestoppt, wenn die Wunschtemperatur erreicht ist. Auf Stellung 5 heizt der Heizkörper einfach weiter: Und jedes weitere Grad Raumtemperatur erhöht den Heizenergieverbrauch um gut sechs Prozent.

Thermostate richtig bedienen

„Wer beim Aufstehen alle Thermostate hochdreht und vor der Arbeit wieder herunter, beim Heimkommen wieder rauf und nachts wieder runter, der macht alles richtig – ist aber auch ganz gut beschäftigt“, so Stadtmüller. Für alle, denen das zu sportlich ist, sind deshalb programmierbare Thermostate eine gute Idee. In sie speichern die Nutzer vorab ein, wann es wie warm sein soll. Eine andere Möglichkeit sind vernetzte Thermostate im Smart Home, die auch von unterwegs gesteuert werden können.

„Welches System am sinnvollsten ist, hängt vom Alltag im jeweiligen Haushalt ab. Wer zu regelmäßigen Zeiten unterwegs ist, fährt mit programmierbaren Thermostaten gut. Wer eher spontan kommt und geht, ist oft mit Smart-Home-Lösungen besser bedient“ empfiehlt die Energieberaterin. Der Thermostat-Check unter www.verbraucherzentrale.nrw/thermostat zeigt, was individuell zur Situation passt und gibt Spartipps. Auf der Webseite gibt es zudem eine Video-Anleitung für den Thermostat-Austausch und Ratschläge für die Auswahl eines Modells.

Noch ein Tipp: Damit die Funktion der Thermostatventile gewährleistet ist, dürfen diese nicht mit Vorhängen oder Verkleidungen verdeckt werden.

Weitere Fragen?

Bei Fragen zum sparsamen Umgang mit Heizenergie hilft die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale. In der Beratungsstelle Unna kann ein halbstündiges Gespräch für fünf Euro vereinbart werden. Für den nächsten Energieberatungstag am 27. Oktober können ab sofort wieder telefonisch bei der Verbraucherzentrale im Umweltberatungszentrum unter Tel. 02303/592505 Termine reserviert werden.
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