Jahreshauptversammlung beim Tennisverein Blau-Weiß Bergkamen (TVB)

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(v.l.) Saskia Driesner, Christiane Neumann, Gerd Kampmeyer und Carolin König. (Foto: Gerd Kampmeyer)

Es standen zwar in diesem Jahr keine Wahlen an bei der Mitgliederversammlung des TVB, trotzdem hatte der Vorstand für die Mitglieder einige wichtige Nachrichten.
So nannte der erste Vorsitzende des Vereins, Gerd Kampmeyer, die nach wie vor gute Finanzlage des Vereins als positive Nachricht. Auf dieser Grundlage können die Vereinsmitglieder noch einige Jahre auf der schönen Tennisanlage in Overberge ihrem Hobby nachgehen.

Nach wie vor hat der TVB im Vergleich sehr niedrige Beiträge und auch die Jugendförderung aus Vereinsmitteln ist durchaus im Vergleich zu anderen Tennisvereinen sehr gut. Das ist nach wie vor auch der guten Förderung durch die Stadt Bergkamen und der Stadtsportgemeinschaft zu danken.

Die schlechteste Nachricht überbrachte der Vorsitzende aber auch. Die Mitgliederanzahl sank weiter, wenn auch nicht in dem Maße wie in den vergangenen Jahren. 106 Mitglieder hatte der Verein noch am Jahresende, die die sechs Außenplätze und die vier Boulebahnen in Overberge nutzen. Positive Überraschung war, dass davon 37 Mitglieder, also ein gutes Drittel, zur Jahreshauptversammlung erschienen waren.

Gesunkene Mitgliederzahl

Dieser Mitgliederschwund und das Fehlen der Altersgruppe der 27 bis 40 Jahre alten Mitglieder alarmieren den Vorstand seit Jahren. Auch noch so große Bemühungen seitens des Vorstandes brachten die gewünschten Ergebnisse. So hatte eine Vielzahl von Veranstaltungen nicht die gewünschten Auswirkungen. Gerd Kampmeyer machte deutlich, dass fast alle Veranstaltungen offen für Gäste sind, was zumindest beim gastronomischen Angebot auch fleißig genutzt wurde.

Um die Bemühungen zu intensivieren nimmt der TVB seit Dezember an der Vereinsberatung des Westfälischen Tennisverbandes teil. „Es ist gut, wenn externe Fachleute mal einen genauen Blick auf die Arbeit unseres Vereins werfen“ so Gerd Kampmeyer. Das Feedback der Veranstaltung durch den WTV war für den Vorstand durchaus positiv. So wurde insbesondere die konzeptionelle Arbeit des Vereins gelobt. Gut weg kamen auch die Veranstaltungsdichte und das gute Niveau dieser Veranstaltungen sowie die Gastronomie als Anker im Werben um neue Mitglieder.

Auch die gute Öffentlichkeitsarbeit des Vereins lobten die Vereinsberater des WTV.
Als einen wesentlichen Grund für die Probleme des Mitgliederschwundes nannten die Berater, dass sich der TVB in einem herausfordernden Gesamtumfeld befindet.
Die Stadt Bergkamen liegt mit einem Bevölkerungsanteil von nur 1,1% Vereinstennisspielern deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 1,7%.
Ergänzend dazu kommt, dass es in Bergkamen zu viele Vereine mit viel zu vielen Tennisplätzen gibt, die alle der Stadt Bergkamen gehören und auch von dieser unterstützt werden.

Perspektiven für den Tennissport

Der Vorsitzende mahnte in seinem Bericht an, dass es mittelfristig nur die Lösung gibt, dass sich Tennisvereine zusammenschließen und auch Tennisanlagen geschlossen werden müssen. Unter Beteiligung der Stadt Bergkamen und der Vereine muss dringend das Gespräch gesucht werden, um perspektivisch für den Tennissport in Bergkamen, aber auch für die Stadt Bergkamen neue Lösungen zu suchen.

Aber es gab auch Ehrungen bei dieser Versammlung. Carolin König und Saskia Driesner vom Sportausschuss des TVB ehrten Christiane Neumann für 152 und Gerd Kampmeyer für 154 absolvierte Meisterschaftsspiele für den Verein.
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