„Schön war‘s!“ Günter Blum blickt auf 50 Jahre bei der Stadt Heiligenhaus zurück

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„Eigentlich war das gar nicht so geplant und beinahe wäre der erste Tag meiner Ausbildung schon fast mein letzter gewesen“, erinnert sich der Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung an seinen ersten Arbeitstag bei der Stadt Heiligenhaus vor 50 Jahren.

Um 8.30 Uhr sei Dienstbeginn gewesen, um 10.30 Uhr saß der damals 14-jährige Verwaltungslehrling allerdings bereits wieder auf einem Stuhl im Gang. „Man hatte mich wegen Unfähigkeit rausgeschmissen. Ich hatte übereifrig Briefe geöffnet, die mit einer Sperrfrist versehen waren“, so der Jubilar. Gerettet wurde er durch den damaligen Personalrat, der zufällig vorbei kam und „die Sache“ wieder ausbügelte.
„50 Jahre bekommt man nicht so schnell rum“, waren dann auch die Worte von Bürgermeister Dr. Jan Heinisch während er feierlich die Ehrenurkunde verbunden mit einem „großen Dankeschön“ an den Jubilar überreichte. Und weiter: Es gebe nun aktuell niemanden mehr im Dienst der Stadtverwaltung, der so viele Geschichten erlebt habe. Schließlich habe Blum in seiner Dienstzeit diverse Fachbereiche, wie Rechnungsprüfungsamt, Stadtbetriebe, Organisation/Controlling und öffentliche Ordnung, durchlaufen.
Nicht zu vergessen: Sein jahrelanger ehrenamtlicher Einsatz für die Feuerwehr, unter anderem als ihr Leiter. Vieles gehe auf sein Konto, so auch das Konzept des Bürgerbüros, wie es bis heute existiert, lobt Heinisch.
Abenteuerliche Geschichten habe er erlebt, so Blum. Gerade im Bereich Ordnung. Dinge wie Zwangsräumungen- und Einweisungen, da habe man oft deeskalierend handeln müssen.
Auch an die erste Europawahl kann sich der Verwaltungsmann noch gut erinnern. Da gab es nämlich kurz vor Schließung der Wahllokale einen Stromausfall - lange gab es deshalb im Koffer des Heiligenhauser Wahlvorstandes Kerzen und Streichhölzer, heute ersetzt durch Taschenlampen.
Im August geht es für Günter Blum in den Ruhestand - dann will er sich ganz auf das Feuerwehrmuseum konzentrieren. „Schön war‘s“, resümiert der Verwaltungsbeamte knapp seine 50-jährige Dienstzeit. „Das kann ich ehrlichen Herzens so sagen.“
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