LSV kämpft für sein Stadion

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Unter dem Kleeblatt beging der Langenberger Spielverein sein 100-jähriges Bestehen. Vereinspräsident Thorsten Martin (rechts) und sein Vize Eberhard Weiß (Mitte) machten dem stellvertretendem Bürgermeister Volker Münchow klar, dass Langenberg zwei Sportplätze braucht. Foto: Bangert
Velbert: Sportplatz Bonsfeld |

Pläne der Politik trüben 100-Jahr-Feier des Langenberger Spielvereins


Den Empfang zum 100-jährigen Bestehen des Langenberger Spielvereins nutzte Vereinspräsident Thorsten Martin, um einen Appell für den Erhalt des Bonsfelder Sportplatzes loszuwerden. Bekanntlich gibt es Pläne, auf dem Gelände am Ufer des Deilbaches Wohnhäuser zu bauen.

"Lassen Sie das Stadion Bonsfeld für den Sport, stoppen Sie alle Pläne für die Schließung dieser traditionsreichen Sportstätte! Ein einziger Sportplatz in Langenberg für alle - ob Fußball oder Leichtathletik - reicht nicht aus, darüber sind sich alle Langenberger Vereine absolut einig“, wandte sich Martin an die Vertreter aus Politik und Verwaltung, denen er den Rat gab, auf die Vereinsvorstände zu hören: "Diese Leute sind an der Basis und wissen, wovon sie reden.“

Zuvor erinnerte der Präsident an die Anfänge des Vereins, der jetzt ein richtiger Traditions- und Jahrhundertverein ist. „1905 wurde schon der Fußballclub Teutonia Nierenhof gegründet. Aus dem Zusammenschluss dieses Vereins, der Fußballabteilung des Langenberger Turnvereins 1861 und dem Oberbonsfelder Fußballverein entstand die ,Turn- und Spielvereinigung Langenberg-Nierenhof', 1922 wurde der Vereinsname auf ,Langenberger Spielverein 1916' festgelegt.“ Zwei Jahre später wurde der Sportplatz am Jahnhaus durch die Mitglieder hergestellt. 1951 wurde der Platz vom Verein angekauft, Anfang der 70er-Jahre übernahm die Stadt Langenberg die Anlage. Bis zum Zweiten Weltkrieg feierte man mehrere Meistertitel.

Einen Wendepunkt in der Vereinsgeschichte bedeute 1950 die Verpflichtung des heute noch bekannten Fußballers Fritz Szepan von Schalke 04 als Trainer. Nach Aufstiegen in die Landesliga 1956 und 1967 gelang den Spielern, die unter dem Kleeblatt antreten, die Sensation: 1973/1974 stieg der Verein in die höchste deutsche Amateurklasse auf. „Leider waren die finanziellen Anforderungen nicht auf Dauer zu stemmen, weil vieles profihaft wurde, nach drei Jahren stieg man ab“, bedauerte Vereinspräsident Martin, der nicht mit den Niederlagen hadert, sondern auf die Erfolge blickt: „Zum 100-Jährigen hat unser Kleeblatt-Team das Jubiläumsgeschenk schon abgeliefert, indem es in die höchste Spielklasse unseres Fußballbezirkes aufgestiegen ist.“

Der stellvertretende Bürgermeister Volker Münchow, der in seiner Jugend selbst beim Langenberger Spielverein das runde Leder trat, konnte nichts Konkretes zur Zukunft des Bonsfelder Stadions sagen. Der Ball liegt im Spielfeld der Politik.
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