Das Klinikum Niederberg ist Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie

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„Wer sich hier einer Hernienoperation unterzieht, kann Qualität erwarten.“ Prof. Dr. Johannes Jost von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie hat das Klinikum Niederberg als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie ausgezeichnet.

Dem vorangegangen ist ein aufwändiger und langwieriger Qualifizierungsprozess, der im Sommer 2013 begonnen hatte. Die „Prüfer“ wohnten Operationen bei, sahen sich Register an, außerdem die Ausbildung der Ärzte, die technische Ausrüstung, Patientenzahlen, so genannte „unerwünschte Ereignisse“, aber auch die Prozessqualität von der Erstaufnahme bis zur Entlassung und sogar die Nachsorge der Patienten nach einem bzw. fünf Jahren.
„550 Patienten haben wir in das System eingepflegt“, erläutert Dr. Jörg Barkus, Leiter des Kompetenzzentrums. Dies dient laut Prof. Jost dazu, „offen und transparent darzulegen, wie Qualität gelebt wird“.
Allein im vergangenen Jahr wurden am Klinikum Niederberg 240 Hernien-OPs durchgeführt.
Darunter versteht man den Verschluss von Lücken oder Rissen in der Bauchwand, etwa Leisten- oder Narbenbrüche. Diese werden am Klinikum Niederberg zu 70 bis 80 Prozent mittels der so genannten Schlüssellochmethode verschlossen, indem der Operateur durch ein kleines Loch in die Bauchdecke eindringt und mit Hilfe einer Kamera den Riss von innen verschließt. Etwa 20 bis 30 Prozent der Operationen erfolgen über die offene Methode, erklärt Chefarzt Dr. Thomas Ehmann. „Beide Methoden haben ihre Berechtigung und es ist gut, im Einzelfall wählen zu können“, sagt der Mediziner.
Das Klinikum Niederberg hat sich dazu entschlossen, den Qualifizierungsprozess einzuleiten, um die Qualität der Hernienversorgung objektiv und extern beurteilen zu lassen.
Prof. Jost vergleicht seine Arbeit mit der eines TÜV-Prüfers. „Der tritt für Sicherheit bei Fahrzeugen ein, mir geht es hingegen um Qualität in Kliniken.“ Dazu gebe es eine Qualifizierungsordnung, die Qualitätskriterien vorgibt. Diese werden Punkt für Punkt geprüft - denn am Ende gehe es darum, sich nicht zurück zu lehnen und die Hände in den Schoß zu legen, sondern immer besser zu werden – für die Patienten.
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