Furioser Auftakt für die Commanders Velbert

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Commanders setzen deutliches Ausrufezeichen für die kommende Saison
Überzeugender 17-6 (6-1/7-3/4-2) Sieg gegen den Bundesligaabsteiger aus Berlin

Die Voraussetzungen vor dem wichtigen Saisonstart gegen den vermeintlichen direkten Konkurrenten konnten mit gemischten Gefühlen betrachtet werden, zwar konnte der unter der Woche wegen einer Erkältung fehlende Jakob Theiss als starker Rückhalt im Tor seine Premiere feiern, jedoch fiel mit Lukas Langer der Captain des Teams mit einem grippalen Infekt kurzfristig aus. Sodass Coach Markus Winzen sich kurzfristig dazu entschied mit Tobi Mazur und David Utz zwei auf Abruf stehende Spieler zu nominieren, um mit drei kompletten Reihen druckvoll agieren zu können.
Berlin konnte wie gewohnt auswärts nur auf die Mindestanzahl von acht Feldspielern und einem Torhüter zurückgreifen, jedoch wies dieser komprimierte Kader in der Vergangenheit häufig eine enorme Qualität auf.
Mit entsprechend großem Respekt und Vorfreude auf ein hochklassiges Match gingen Coach Markus Winzen und seine Spieler in die Partie. Die kalte Dusche folgte gleich nach 68 Sekunden durch den überragenden Gästespieler Fabian Rudloff, der Erinnerungen an den verpatzten Saisonstart gegen Menden aus der Vorsaison weckte. Die Commanders rissen die Partie in der Folgezeit jedoch klar an sich und konnten den Gästegoalie mit guten Kombinationen und Abschlüssen unter Druck setzen. In der siebten Spielminute war es dann endlich so weit, Pascal Rüwald feuerte einen gewaltigen Handgelenkschuss in den kurzen Winkel, der seinen Weg zum Ausgleich finden sollte. Die Niederberger nun mächtig im Aufwind, forcierten ihre Angriffsbemühungen kontinuierlich, sodass das erste Drittel ohne weiteres Gegentor, bei fünf schön herausgespielten Treffern durch 2x Pascal Rüwald, Max Keusen, Thomas Müller und Dominic Doden mit 6-1 beendet werden konnte. Berlin präsentierte sich überraschend schwach und versuchte ohne jegliches Pressing die Räume engzumachen, was gegen die spielerisch starken Velberter komplett misslang, auch die Angriffsbemühungen der Hauptstädter wurde nahezu eingestellt. Somit musste Markus Winzen in der Pausenansprache die richtigen Töne treffen, um die Motivation seiner Spieler gegen einen hoffnungslos unterlegenen Gegner aufrecht zu erhalten.
Nach der Drittelpause spielten die Commanders jedoch unbeirrt weiter, nachdem Dominic Doden nach 21 Sekunden die Führung weiter ausbauen konnte, folgte in 24. Spielminute ein historischer Moment. Die aktive Commanders-Legende David Luchtenberg belohnte sich selber für seine äußerst zielgerichtete Saisonvorbereitung in der er an seiner gefürchteten „Schlagschussfackel“ arbeitete und allerhand Zielwasser konsumierte. So kam es, dass er nachdem der aufopferungsvolle Kämpfer in der gesamten vergangenen Spielzeit ohne eigenen Torerfolg blieb, er endlich erlöst wurde und eine Vorlage von Max Keusen volley verwerten konnte. Doch damit nicht genug innerhalb weniger Minuten erhöhten erneut Dominic Doden und –man höre und staune – erneut David Luchtenberg auf ein zweistelliges Spielergebnis nach 28. Minuten. Die weiteren Tore im Mitteldrittel erzielten anschließend Thomas Müller, Dominic Doden und Rene Rüwald, sodass man mit einer souveränen 13-4 Führung den Abschnitt beenden konnte.
Die Commanders starten mit einer fünfminütigen Unterzahl ins Schlussdrittel, da Dominik Henrich einen unfairen Bandencheck gesetzt hatte, sodass der nun ins Tor gerückte Christian Lastowski einen schweren Stand hatte und die Velbert zwei Gegentreffer hinnehmen mussten, während die Berliner ein wenig Ergebniskosmetik betreiben konnten. Zu erwähnen bleibt an dieser Stelle die gute Performance der Neuverpflichtung Jakob Theiss zwischen den Pfosten, der in den ersten beiden Dritteln einige vielversprechende Angriffsaktionen der Berliner zu Nichte machte und Ruhe ausstrahlte. Nachdem die Hauptstädter auf 13-6 verkürzt hatten, konzentrierten sich die Niederberger wieder auf ihr Spiel und konnten die Führung stetig durch Tore von 2x Dominic Doden, Dominik Scharfenort und Tobias Mazur auf 17-6 erhöhen, was gleichbedeutend mit dem Endstand war.
Eben jener Tobi Mazur, der auch den Schlusspunkt gesetzt hatte, erklärte nach dem Spiel seinen Abgang aus der Velberter Mannschaft, da er aufgrund von beruflichen Gründen den Verein wechseln wird. Wir wünschen ihm von dieser Stelle alles Gute für seine weitere sportliche Laufbahn.
Somit gestaltete sich der Saisonauftakt als äußerst positiv, indem man ein klares Exempel an die Konkurrenz senden konnte mit diesem Kantersieg. Jedoch muss man festhalten, dass die Berliner an diesem Tag in keinster Weise Bundesligaformat aufwiesen und das Ergebnis auch in der Höhe verdient war. Beim Rückspiel in Berlin darf man sich jedoch sicherlich auf eine gänzlich andere Mannschaftsaufstellung freuen und einen harten Kampf um die drei Punkte erwarten. Für die aktuelle Situation ist der Sieg natürlich enorm förderlich, indem man nach dem schwachen Pokalspiel Selbstvertrauen erlangen und die Feinabstimmung verbessert werden konnte. Der kommende Gegner sind die Menden Mambas, welche sich vor der Saison selbst als Mitfavoriten deklarierten, die versuchen werden die Offensivstärke der Commanders in den Griff zu bekommen
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