Harte Schale, weicher Kern

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Landesmeisterin in Bankdrücken und Kreuzheben legt Pause ein

„Nach zwei weiteren Titeln brauche ich jetzt erst Mal wieder mehr Zeit für mein Privatleben“, sagt Nicole Bockholt, Landesmeisterin in Bankdrücken und Kreuzheben.
Und darum geht sie jetzt nur noch zwei Mal die Woche ins Fitnessstudio in Velbert. Die 36-Jährige hat gerade zwei große Erfolge hinter sich: In Witten holte sie ihren dritten Landesmeistertitel im Bankdrücken. Kurz darauf gewann sie in Essen zum ersten Mal auch im Kreuzheben die Landesmeisterschaft.


Trotz Gewichtsverlust gute Leistungen

„Die Vorbereitungen waren wie immer anstrengend und da ich 15 Kilo an Gewicht verloren habe, fällt es mir auch schwerer die Gewichte zu stemmen“, erklärt Bockholt.
Trotzdem hob sie, auch mit einem Körpergewicht von „nur“ noch 95 Kilo, beim Bankdrücken immerhin 80 Kilogramm und beim Kreuzheben sogar 120 Kilo. Das war Bockholts persönlicher Rekord, auf den die Powerfrau sehr stolz ist.
„Die 120 Kilo waren super. Durch den Gewichtsverlust, habe ich auch weniger Kraft und kann weniger Leistung bringen. Manchmal fällt es mir schwer, das zu akzeptieren. Da tat so ein kleiner Rekord gut.“ Aus diesem Grund möchte die mehrfache Landesmeisterin jetzt auch kürzer treten. „Ich möchte, dass der Sport ein Hobby bleibt und der Druck nicht zu groß wird.“

Mehr Zeit für Familie

Bockholt macht seit etwa sechs Jahren Kraftsport, um an Wettkämpfen teilzunehmen, ging sie bis zu fünf Mal die Woche trainieren. Und das neben ihrer Tätigkeit als Reinigungskraft. „Ich möchte auch mal Zeit mit meinem Mann verbringen. Es ist ein Glück, dass er mich überhaupt so eifrig unterstützt und mich sogar zum Training begleitet“, schwärmt die Gewichtheberin. Frauen sind nach wie vor selten in dem Sport. Nicole Bockholt war bei den letzten Meisterschaften weiterhin die Einzige in ihrer Klasse und findet das schade. „Es ist eine Sportart wie jede Andre. Für mich ist das Gewichtheben ein Ausgleich zum Berufsleben. So wie für andere Frauen Jogging. Männlich finde ich den Sport überhaupt nicht. Ich würde mich über mehr Konkurrentinnen freuen.“


Kraftsport nicht nur was für Männer

Das breite Kreuz ist ein Nebeneffekt, das viele Frauen abschreckt. Für Bockholt ist das kein Problem, denn ihr Mann, der selbst Kraftsport betreibt, findet sie schön so wie sie ist, wie Bockholt beteuert.
Die nächste Meisterschaft ist schon im November. Die lässt sie aber ausfallen. Wie lange sie es ohne die Wettbewerbe aushält, kann sie nicht sagen. „Ich gewinne zwar keine Preise, aber ich habe trotzdem immer die Motivation, mehr zu schaffen. Zwar habe ich mir vorgenommen, mir und meinen Mitmenschen eine Auszeit zu gönnen, aber vielleicht bin ich in ein paar Wochen doch schon wieder beim Wettdrücken dabei“, sagt die Sportlerin. Ihr nächstes Ziel: Entspannen und neue Kräfte sammeln.
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