Pia Leonhardt: Weiter auf Erfolgskurs

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Pia Leonhardt bei den Deutschen Meisterschaften mit ihrem Trainer Dimitrios Lautenschläger.
Die Deutschen Meisterschaften der Senioren im Taekwondo fanden kürzlich in Gummersbach statt. Pia Leonhardt aus Heiligenhaus wurde dort in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm nach vier gewonnenen Kämpfen zur Deutschen Meisterin.

Ein Titel, der nicht neu für die 19-Jährige ist: Im Jahr 2013 wurde sie schon einmal Deutsche Meisterin, mit damals 15 Jahren allerdings noch bei der Jugend U 18. Außerdem feierte sie Erfolge als Deutsche Vize-Meisterin 2014 bei der Jugend U 18 und als Deutsche Vize-Meisterin bei den Senioren und bei der U 21 im Jahr 2015. "So kann das gerne weiter gehen", freut sich die Heiligenhauserin über all ihre Pokale und Medaillen.
Der Erfolg kommt aber nicht von Ungefähr: Pia Leonhardt trainiert diszipliniert und fährt dafür dreimal wöchentlich rund 100 Kilometer zu ihrem Verein nach Swisttal, dazu kommen wöchentlich zwei Trainingseinheiten im Fitnessstudio. "Im vergangenen Jahr habe ich den Verein gewechselt", erzählt sie. Zuvor war sie einige Jahre bei einem Verein in Gladbeck Mitglied. Gestartet hat sie ihre sportliche Laufbahn aber in Heiligenhaus beim Taekwondo-Verein White Warriors.
Der Grund, warum sie überhaupt mit dem Taekwondo begonnen hat, ist recht ungewöhnlich: „Ich hatte im Kindergartenalter stressbedingte Neurodermitis. Meinen Eltern und mir wurde damals vom Arzt nahe gelegt, in eine Sportgruppe zu gehen, in der ich den Stress abbauen kann“, berichtet sie. Ein guter Rat, wie sich rausstellen sollte, die Neurodermitis verschwand schnell und es folgten zahlreiche Siege in der Kampfsportart.

Selbst neben der intensiven Lernerei für die Abitur-Prüfungen kommt das Training nicht zu kurz. "In ein paar Tagen schreibe ich meine erste Klausur, der Sport bietet sogar einen guten Ausgleich zu der Kopfarbeit am Schreibtisch", sagt Leonhardt. Nach der Schule möchte sie zunächst eine Grundausbildung zur Sportsoldatin bei der Bundeswehr absolvieren. "Und anschließend möchte ich gerne studieren, entweder Jura oder Sportmedizin."

Mit ihren 19 Jahren ist Pia Leonhardt schon viel rum gekommen in der Welt, internationale Turniere für die Nationalmannschaft führten sie schon nach Spanien, Belgien, in die Türkei, nach Kroatien, Schweden, Österreich, England, Holland und Frankreich. "Mein Vater versucht mich immer zu begleiten." Das sei natürlich auch mit vielen Kosten verbunden. "Aber meine Eltern unterstützen mich gerne."

Beim Taekwondo gekämpft wird im K.O.-System. So war es auch bei den Deutschen Meisterschaften in Gummersbach, vier der circa 15 Teilnehmerinnen wurde durch die Heiligenhauserin besiegt. "Das macht mich schon stolz. Denn der Übergang von den Junioren zu den Senioren ist mir nicht ganz leicht gefallen", gesteht die junge Frau. Auf den bisherigen Erfolgen ausruhen möchte sie sich nicht, bei nationalen und internationalen Turnieren möchte die ehrgeizige Abiturientin weitere Credits (Punkte) sammeln, um sich für Meisterschaften zu qualifizieren. "Ein großer Traum ist natürlich die Teilnahme bei Olympia 2020", sagt Pia Leonhardt. "Aber auch bei der EM und der WM möchte ich gerne dabei sein. Mal sehen, ob mir das gelingt."

Zeit für ihre Freunde aus Heiligenhaus findet die Sportlerin trotz des regelmäßigen Trainings. "Natürlich kann ich an der einen oder anderen Party nicht teilnehmen, weil ich ausgeruht für die Wettkämpfe sein muss, aber das nimmt mir keiner übel", so Leonhardt. "Ganz im Gegenteil, ich werde sogar unterstützt bei meinen Vorbereitungen. Dann kommen meine Freundinnen mal mit mir Joggen oder nehmen Rücksicht, wenn ich auf meine Ernährung achten muss."
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