Besichtigung der Ausgrabung eines fränkischen Friedhofs (6.-8. Jh. n. Chr.) in Weeze-Knappheide

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Waffen und Rüstungen eines typischen noblen, fränkischen Kriegers. 5. bis 6. Jh. (Foto: Urheber Altaipanther; Gemeinfrei https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Frankish_arms.JPG)
Weeze: fränkischer Friedhof Knappheide | Viele Radfahrer und Spaziergänger werden sich schon gefragt haben: Was ist denn in der Kiesgrube der Firma Teunesen in Knappheide gefunden worden, dass die Archäologen dort so lange arbeiten? Die Antwort ist: Ein fränkischer Friedhof aus dem frühen Mittelalter. Die Toten sind meist in Holzsärgen bestattet und mit ihrem Schmuck (Perlen, Gewandspangen) bzw. Waffen (Schild, Schwert, Speer) beigesetzt worden. Ab dem 8. Jahrhundert gab man überall im Frankenreich diese Friedhöfe auf und legte die Toten bei den Pfarrkirchen zur Ruhe. Anschließend geriet der Friedhof in Vergessenheit. Im Vorfeld der Auskiesung wurde nun das Gelände nach archäologischen Hinterlassenschaften untersucht, dabei stießen die Archäologen überraschend auf die Gräber der Franken.

Am 21.11.2017 von 13-16 Uhr, lädt die Außenstelle Xanten des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Besichtigung der Grabung ein. Sie haben zwischen 13.00 und 16.00 Uhr die einmalige Möglichkeit, sich die Grabungsergebnisse fachkundig und anschaulich erklären zu lassen. Erläuterungen geben die Archäologinnen Dr. Marion Brüggler und Dr. Kerstin Kraus gemeinsam mit dem Grabungsteam.

Der Eingang zur Grabung liegt unmittelbar an der Kreuzung „Knappheide“ und „Alte Bahn“ zwischen Weeze und Goch (Achtung: Durchfahrtsbeschränkung).
Anfahrt: s. Skizze
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2 Kommentare
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Manfred Wittenberg aus Düsseldorf | 10.11.2017 | 20:40  
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Günter van Meegen aus Bedburg-Hau | 11.11.2017 | 10:42  
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