DOPING: VOM SIEGERTREPPCHEN DIREKT IN DEN KNAST

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Ob Pillen oder Spritze, für den Sieg wird oft beides genommen.

Doping-Liste reicht
von Armstrong bis Zabel

Weil es Ruhm, Ehre und natürlich auch um reichlich Kohle geht, ist vielen Profi-Sportlern jedes Mittel recht, das ihnen Vorteile im Kampf um hundertstel Sekunden, Milli-
meter und Gramm verschafft.

Skrupellos wie hemmungslos betrügen sie sich, die Konkurrenz und die Öffentlichkeit. Die Liste der erwischten Doper ist lang: von A, wie Armstrong, bis Z, wie Zabel, verstießen sie nicht nur gegen die Grundtugenden Fairness und Chancengleichheit, sondern nahmen sogar wissentlich gesundheitliche Kollateralschäden
in Kauf.

Wurden die Kriminellen erwischt, beteuerten sie noch frech wie tränenreich ihre Unschuld und nannten "unwissentlich eingenommene kontaminierte Nahrungsergänzungsmittel" als Ursache. Nach langer Debatte hat die Bundesregierung sich endlich auf ein Anti-Doping-Gesetz verständigt.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Doper künftig mit bis zu drei Jahren Haft rechnen müssen, sozusagen vom Siegertreppchen direkt in den Knast wandern. Das ist gut. Nicht so gut dagegen war die kürzlich stattgefundene Aktion der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) gegen Handball-Nationalspieler Michael "Mimi" Kraus.

Obwohl Kraus seinen Hochzeitstermin in das Meldesystem eingetragen hatte, standen die Kontrolleure der NADA bei ihm in der Hochzeitsnacht auf der Matte, klingelten morgens um 5.58 Uhr und nahmen eine Urin- und eine Blutprobe von dem frustrierten Ehemann. Bleibt die Frage: "Absichtliche Boshaftigkeit oder
einfach nur Schikane?"

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