FC Santa Fu, das Team, das nur Heimspiele hat

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Die fünf klassenhöchsten Wittener Fußballclubs TuS Heven 09,
SV Herbede, TuS Stockum,
SV Bommern und VfB Annen - für einige von ihnen reichte es lediglich zum "Tabellenführer der Abstiegsränge" - mögen ja höchst unterschiedlich sein, aber unter dem fußballtechnisch sehr gefürchteten Symptom "chronische Punktphobie" litten die fünf Ruhrstadt-Vereine saisonübergreifend alle gemeinsam.

Logisch, dass die Kicker für ihre letzten Saisonspiele allzu gern auch das einmalige Privileg genießen würden, an dem sich eine Hamburger Kreisliga-C-Mannschaft erfreuen darf: Sie hat nur Heimspiele. Immer. Und das höchstselbst vom DFB genehmigt.

Die Anstoßzeit für das Team - das, obwohl es schon oft die Meisterschaft gewann, wegen des Heimspielvorteils auch nicht aufsteigen darf - ist streng reglementiert und auf die ungewöhnliche Zeit von Sonntagmorgen, 9 Uhr, festgelegt. Verdammt früh für die auswärtigen Mannschaften. Das Spielfeld besteht aus roter Asche und ist umgeben von hohen grauen Mauern, Elektrozäunen sowie Stacheldraht. Marke: "Natoqualität".

Topspieler dieser ungewöhnlichen Elf, die mit einem Vereinswechsel liebäugeln, bekommen grundsätzlich keine Freigabe. Verständlich, wenn man weiß, dass die Mannschaft "Eintracht Fühlsbüttel" heißt und das Knastteam von Hamburgs berüchtigter Justizvollzugsanstalt "Santa Fu" ist. Nicht ungewöhnlich, dass die Mannschaft auch schon mal mit Mördern, Totschlägern sowie Drogendealern aufläuft und deshalb auch wegen akut bestehender Fluchtgefahr nie Auswärtsspiele bestreiten darf.

Anmerkung des Kolumnisten: "Der Trainer dieser ganz speziellen deutschen Fußball-Mannschaft dürfte wohl der einzige Coach sein, der seine Entlassung freudig annehmen würde.

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