Hevens Adrian Babral am Montag im OP

Adrian Babral

Hiobsbotschaft für den TuS Heven! Am vergangenen Samstag verlor die Müller-Elf nicht nur in der 6. Minute der Nachspielzeit das Spiel in Schüren, sondern auch Defensiv-Spezialist Adrian Babral. Der 26-jährige, der im Hevener defensiven Mittelfeld gesetzt ist, hat sich nach einem Foulspiel kurz vor Schluss den äußeren Knöchel gebrochen und muss am kommenden Montag operiert werden.

Leider haben sich die schlimmsten Befürchtungen im Krankenhaus bestätigt. Mein äußerer Knöchel ist kompliziert gebrochen, sodass ich um eine OP nicht herumkomme“, so Babral. Für einen schnelleren Heilungsverlauf werden Platten oder Schrauben eingesetzt, damit der Knöchel wieder normal zusammenwächst. „An Fußball ist jetzt in den nächsten Monaten gar nicht mehr zu denken. Einen passenden oder guten Zeitpunkt für solch eine Verletzung gibt es ja nicht, trotzdem ist es gerade jetzt unfassbar bitter, weil wir durch den neuen Trainer endlich den Spaß am Fußball wiedergefunden haben und kleine Erfolge feiern konnten“, zeigt sich der Mittelfeldmotor geknickt. Er bringt aber auch Unverständnis für das Foulspiel auf: „Ich kriege in meinen Kopf nicht rein, wie man so übertrieben in einen Zweikampf gehen kann!

Mit gestrecktem Bein volles Rohr auf den Knöchel und dafür dann noch nicht mal Gelb zu sehen ist unfassbar.“ Babral, der als Fußballer selbst kein Kind von Traurigkeit ist und ein körperliches Spiel pflegt, differenziert an dieser Stelle: „Ich bin selber ein Spieler, der oft Zweikämpfe führt und die Drecksarbeit auf dem Platz macht. Ich provoziere auch gerne, na klar! Doch so etwas hat mit Spaß und Hobby wenig zu tun und wir wissen alle, wie schlecht so etwas beim Arbeitgeber ankommt“, lässt er seinen Unmut freien Lauf. Da aber auch er weiß, dass sich das Geschehene nicht mehr ändern lässt, versucht er nach vorne zu schauen und drückt seiner Mannschaft die Daumen. „Meiner Truppe wünsche ich für die letzten beiden Partien ganz viel Erfolg! Wir müssen einfach so weitermachen, wie bisher unter dem neuen Coach, dann holen wir unsere nötigen Punkte!“, ist Babral sich sicher.

Auch sein Trainer Marc Müller bedauert den Ausfall sehr: „Das tut mir für Adi unendlich leid. Sportlich und menschlich ist er unheimlich wichtig für die Mannschaft und gibt immer 100%. Seinen Ausfall müssen wir als Team kompensieren, das wird nicht ganz einfach. Als Verein geben wir ihm jetzt die Rückendeckung, die er benötigt und hoffen, dass er schnell wieder fit wird.“

Auch zu den Umständen, wie es zur Verletzung kam, äußert sich der Coach: „Fouls und Verletzungen gehören zum Fußball leider dazu. Wenn der foulende Spieler sich aber hinterher mit ‚Ich musste ihn foulen, weil er sonst durch gewesen wär‘ zitieren lässt, dann ist das schon Vorsatz und eine Verletzung wird billigend in Kauf genommen. Andere ziehen am Trikot wenn sie taktisch foulen wollen“, findet Müller klare Worte. „Aber wir können es jetzt nicht ändern und müssen nach vorne schauen. Wir haben ein Heimspiel vor der Brust und müssen all unsere Konzentration auf Hombruch richten. Das wird auch in Adis Interesse sein.“

Der gesamte TuS wünscht unserem Sechser gute Besserung und schnelle Genesung! Komm bald wieder, Adi!

Autor:

Marc Holzapfel aus Witten

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.