KleinMontMartre: Xantener Luft, Pariser Flair

Die Hände in den Schoß legen die Xantener Künstlerinnen und Künstler bei KleinMontMartre bestimmt nicht.
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  • hochgeladen von Christoph Pries

Am kommenden Wochenende, 16. und 17. August, steigt in Xanten in und an der Klever Straße das Kunstfest KleinMontMartre. Der Markt öffnet am Samstag um 11 Uhr und endet um um 22 Uhr. Am Sonntag findet das Kunstfest von 11 bis 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Xanten. Zahlreiche Künstler und Kunsthandwerker zeigen und bieten ihre Werke zum Verkauf an. Einige Künstler erstellen an Ort und Stelle neue Kunstwerke und gestatten den Besuchern einen Einblick in den gestalterischen Prozess. Ein kleines Angebot an antiquarischen Büchern ergänzt den Kunstmarkt. Neben vielen altbekannten Künstlern gibt es auch viel Neues zu entdecken. Der Kiwanis-Club verkauft wieder Second-Hand Taschen und Schals für einen guten Zweck.

Das Rahmenprogramm

Rund um den Kunstmarkt gibt es ein kleines Rahmenprogramm. Den ganzen Tag über erklingt Straßenmusik. Am Samstag tritt um 20.00 Uhr der Saxofonist Christian Mallach in der Klever Straße auf.
Er präsentiert Musik von klassischem Jazz bis Smooth Jazz. Der Berufsmusiker und Chorleiter Mallach hat an der Hochschule der Künste in Arnheim Musik studiert.

Am Sonntag um 16 Uhr gibt es Jazz mit der Xantener Formation „Back on Friday“, die bereits beim letzten KleinMontMartre die Zuhörer begeisterten.

Im SiegfriedMuseum in der benachbarten Kurfürstenstraße 9 liest am Samstag und Sonntag um 15 Uhr Ellen de Witte aus ihrem Buch „Familienbande Liebe, Lachen, Tränen - Episoden einer Familiengeschichte vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik Deutschland“. Die Erlebnisse ihrer Duisburger Familie stehen für das Schicksal vieler Zeitgenossen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
In seinem Vorwort schreibt Fritz Pleitgen, ehemaliger Intendant des WDR, das Manuskript habe sofort seine „Anteilnahme“ geweckt. Die Darstellung Lisa Königs, de Wittes Großmutter, erscheine ihm „wie eine tiefe Verbeugung vor den Millionen einfacher Leute, die trotz aller Widrigkeiten ihr Leben meistern und mit Anstand und Würde das Fundament der Gesellschaft bilden.“
Ebenfalls im SiegfriedMuseum trägt am Sonntag um 17 Uhr der Xantener Künstler Gerd Mattissen, der auch einen eigenen Marktstand hat, Gedichte vor. Seine Lyrik steht unter dem Motto „Gern erzähle ich von Tagen, die vergangen sind, vorbei.“
Wer Mattissen kennt, weiß, dass Musik immer Bestandteil seiner Lesungen ist.
Zu seiner Herangehensweise sagt Mattissen: „Ich versuche stets den Dingen, die mir begegnen, mit denen ich inhaltlich verbunden bin, meine Ordnung zu geben, mich in ihnen auszudrücken und ihnen Schönheit zu verleihen.
Dabei greife ich alles an, von dem ich glaube, darin etwas bewirken zu können. So ordne ich meine Gedanken, die es meiner Ansicht nach wert sind, festgehalten zu werden, gerne in Reimform, verdichte sie gleichsam im Gedicht, wodurch sie im Ausdruck stärker werden und in der Form Schönheit erlangen können.“

Wein und Flammkuchen

Die Cafés und Restaurants der Klever Straße sind geöffnet, Wein wird ausgeschenkt zu Flammkuchen. Der Xantener Lions Club verkauft Reibekuchen und am Stand der Kenia-Gruppe des Stiftsgymnasiums wird selbstgebackener Kuchen angeboten.

Autor:

Christoph Pries aus Xanten

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