Das Kreuz mit dem gelb blühenden Giftkraut

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Hanna, Lena und Lea haben das gelb blühende Jacobs-Kreuzkraut in der Nähe der Schulbushaltestelle an der Kreuzung Alt-Reeser-Weg in Vynen entdeckt. Die Mädchen wissen, dass die Pflanze giftig ist und vermeiden es daher sie anzufassen. (Foto: privat)

Der Xantener Imkerverein setzt sich für die Bekämpfung des giftigen Jakobskreuzkrautes ein. Problematisch ist das Kraut besonders für Weidetiere, Kühe oder Pferde. Hermann-Josef Frick, Vorsitzender des Imkervereins, weiß zu berichten, dass dort, wo das Giftkraut alles andere überwuchert, auch Bienen zu finden sind, wenn das zum Überleben notwendig ist.




Xanten. „Deshalb“, so Frick, „muss der Verbreitung der Pflanze dort Einhalt geboten werden, wo sie an den Rändern von Bundes-,Land- und Stadtstraßen sowie auf manchen Wiesen-und Weideflächen dominierend vorkommt.“ Wenn das Kraut blüht, ist die Honigernte, die sogenannte Sommertracht aber bereits von den Imkern eingebracht. Dennoch ist das Kraut auch den Bienenfreunden ein Dorn im Auge.
Eine Informationsbroschüre der Landwirtschaftskammer NRW und des Landesamtes für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz ist in einigen Exemplaren bei den Imkern vorhanden. Sie kann im Internet unter „www.lanuv.de/jakobskreuzkraut“ eingesehen werden. Ein Flyer des Arbeitskreises Kreuzkraut gibt unter der Überschrift „Giftiges Jacobskreuzkraut - erkennen und handeln“ - Hilfestellung über Gefahren, Vorkommen, Bekämpfung sowie Entsorgung der Pflanze.

Verständnis für Imker


Bei Gesprächen mit den Straßenbaubetrieben von Straßen NRW für Bundesstraßen,dem Kreis Wesel für Kreisstraßen und dem DBX in Xanten sind die Imker auf Verständnis und offene Ohren gestoßen. Allein die Kapazitäten zur rechtzeitigen Bekämpfung reichen dort manchmal nicht aus. "In der Landwirtschaft und bei Pferdebesitzern kennt man sich mit der Giftpflanze aus" so Imker Hans-Jürgen Thiele.
Die Xantener Imker wie etwa auch Friedhelm Uebbing aus Vynen wollen die weitere Ausbreitung des Krautes durch Samenflug möglichst behindern und zugleich dafür werben,dass überall wieder bienenfreundliche Gewächse wie Kornblume, Mohn und viele andere Wildpflanzen im Umland wieder Einzug halten. Darüber freuen sich Bienen und Honigliebhaber mit Blick auf eine umweltfreundliche Zukunft.
Menschen sind durch das Jacobs-Kreuzkraut nicht gefährdet, wenn sie den Hautkontakt vermeiden.
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