Bei Typisierung wird die Tür nicht zugemacht...

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Schirmherrin Rosemarie Goldner (4.v.re.) und ein Teil des großen Helferkreises bei der Typisierungsaktion in Holzen freuten sich über großen Zuspruch. Fotos: Albrecht
  Arnsberg: Holzen |

Holzen. Auf die große Zahl von Menschen, die sich an der Typisierungsaktion für den an Blutkrebs erkrankten Arman aus Hüsten hatte man gehofft... Dass es am Abschluss des Tages dann über 900 Menschen waren, die den Erkrankten, aber auch andere Menschen unterstützen wollten, stimmte alle Beteiligten froh.

Es war ein großer Unterstützerkreis, der sich bereits im Vorfeld der eigentlichen Typisierung für die Aktion eingesetzt hatte. Der Sportverein Holzen, die Schützenbruderschaft Holzen, Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen und ganz, ganz viele Privatmenschen (um nur einige zu nennen) haben sich für die Aktion aus dem Fenster gelehnt.

Gemeinsam mehr erreichen


„Es ist schon toll zu sehen, was man gemeinsam auf die Beine stellen kann, wenn viele richtig mitziehen“, lobt Andreas Reinehr, einer der Organisatoren vom SV Holzen. Er sprach seinen Dank natürlich nicht nur allen Menschen aus, die am Samstag mit ihrem Blut die Aktion unterstützten, sondern auch allen im Hintergrund.

„Die Ausstattung der Cafeteria sowie des Bratwurststandes ist komplett gestiftet worden“, erklärt Reinehr. Geld, das hinterher in die Kosten für jede einzelne Typisierung fließt. Ganz besonders freute man sich auf die Unterstützung von Paul „Slawo“ Freier, einem Holzener Jungen. Der Trainer der jetzigen A-Jugend beim VfL Bochum hatte einst in Arnsberg Fußball gespielt und war auch zur Typisierung gekommen. „Wir freuen uns über jeden Menschen und machen die Tür natürlich auch nach den fünf Stunden nicht zu“, so Reinehr.

Zur Halbzeit schon viel erreicht


Schon zur Halbzeit der Aktion zeigte sich auch Julia Bomba von der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) glücklich. „Fast 400 Menschen waren schon hier und haben geholfen“, hatte sie in Erfahrung gebracht. Zu den vielen Ehrenamtlichen, die die Aufnahme der Formalitäten übernahmen bis zu den medizinischen Helfern, die vor allem von der Organisation „fabino“ zur Fortbildung in der Notfallmedizin gekommen waren, reichte das Spektrum.

„Der Erfolg einer Typisierungsaktion hängt auch immer vom betroffen Patienten ab“, so Bomba. Bei Arman habe man einen großen Untersützerkreis gefunden, der helfen wollte. Die Mitarbeiterin der DKMS erklärte, das bei einer Typisierungsaktion nicht nur für den unmittelbar Betroffenen aus dem Dorf oder der Stadt gespendet werde. „Wir können mit den Ergebnissen die Datenbanken in Deutschland und der Welt bestückten“, erklärt sie weiter.

Datenbanken über Deutschland hinaus


In Holzen hatte ein DKMS-Team aus Hövelhof die Sammlung von Daten unterstützt, die später im DKMS-Labor in Dresden untersucht werden sollen. Aber Blut ist nicht alles... „Wir können uns hier auch noch über eine große Spendenbereitschaft der Menschen freuen“, sagt sie und zeigt auf die Sammelboxen. Teilweise seien große Scheine gegeben worden, die nun alle der Aktion für Arman zufließen sollen.
Warum die Menschen helfen wollen...

Weit mehr als 900 Menschen zeigten sich am Samstag bereit, Arman und vielen anderen Menschen, die über die DKMS betreut werden zu helfen.
„Ich wollte eigentlich immer schon mal zur Typisierung gehen“, erzählt Petra Bans aus Holzen. Nicht nur die Tatsache, dass ihre Töchter mit Arman auf die gleiche Schule gehen, war ein Grund zu kommen. „Es ist einfach auch hier in der Nähe, da muss man doch helfen“, erklärt sie. Außerdem wisse sie als regelmäßige Blutspenderin ja, wie wichtig diese direkte Hilfe sei.

Regelmäßige Blutspenderin


Alle Möglichkeiten, die Aktion zur Unterstützen wurden genutzt: Nicht jeder musste oder wollte sich Typisieren lassen, manche halfen lieber mit Geld oder direkt mit praktischer Unterstützung, die ankam...
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