UPDATE: Brandanschlag auf Mescheder Vereinsheim: Tatverdächtige wieder auf freiem Fuß

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Die drei Tatverdächtigen, die nach dem Brand am türkischen Kulturverein in Meschede am frühen Morgen des 11. März festgenommen worden waren, sind heute auf freien Fuß gesetzt worden. Nach den bisher durchgeführten Ermittlungen besteht kein dringender Tatverdacht mehr.

Ein zwischenzeitlich ins Netz gestelltes Handyvideo zeigt zwei Täter bei der Ausführung der Tat. Die Festgenommenen können hierauf nicht identifiziert werden. Die Beschuldigten hatten eine Tatbeteiligung abgestritten. Ihre Angaben zum Ablauf des Tatabends decken sich weitgehend mit Zeugenaussagen und der Auswertung sichergestellter Beweismittel. Die Ermittlungen nach den Tätern dauern an. Das teilten die Staatsanwaltschaft Arnsberg und das PP Dortmund in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.  (Update:Ende).

Am Sonntag warfen zunächst Unbekannte mehrere Brandsätze gegen die Fassade eines Gebäudes in Meschede, in dem sich Räumlichkeiten eines türkischen Kulturvereins befinden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand fing ein Brandsatz Feuer.  Noch in Tatortnähe konnten Einsatzkräfte des Hochsauerlandkreises ein verdächtiges Fahrzeug ausmachen, in dem sich drei tatverdächtige Personen aufhielten.
Vor Ort ergaben sich Hinweise darauf, dass das Trio aus dem Fahrzeug im Zusammenhang mit dem Wurf der Brandsätze stehen könnte.
Die drei Tatverdächtigen, im Alter zwischen 26 und 30 Jahren aus Meschede, wurden festgenommen und befinden sich derzeit in polizeilichem Gewahrsam.
Die Feuerwehr konnte den Brand sehr schnell löschen. Es wurden keinerlei Personen verletzt. Der Sachschaden wird als gering eingeschätzt.
Die Ermittlungen wurden durch die Staatsanwaltschaft Arnsberg und den polizeilichen Staatsschutz des Polizeipräsidiums Dortmund übernommen und dauern zurzeit noch an.

Am frühen Sonntagmorgen gegen 01.45 Uhr war die Feuerwehr zu einem Wiesenbrand im Lanfertsweg gerufen worden. Die Polizei erhielt ebenfalls Kenntnis über diesen Brand. Vor einem Vereinsgebäude eines Türkisch-Deutschen Freundschaftsvereins brannte eine Böschung noch bei Eintreffen der Einsatzkräfte. Als Ursache stellten die Beamten mindestens drei Molotow-Cocktails fest, welche gegen die Fassade des Gebäudes geworfen wurden.

Ermittlungen laufen

Die Polizei geht von einem Brandanschlag auf das Gebäude des Vereins aus. Das teilten die Staatsanwaltschaft Arnsberg, die KPB Hochsauerlandkreis und das PP Dortmund  in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Die Ermittlungen dauern an.
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