Viele interessierte kamen zur 1. Buchvorstellung von Herbert Hesse

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  Am Abschlusstag der Gedächtnisausstellung des Oeventroper Malers Hermann Springborn in der Aula der Grundschule Dinschede, wurde am Sonntag der erste Bildband des Hobbyfotografen Herbert Hesse vorgestellt.
Das einzige was die Beiden gemeinsam hatten war Ihre Verbundenheit zur Heimat. So begann die Feierlichkeit mit dem Lied „Heimat“ vorgetragen unter der Leitung von Erhard Jaekel vom ehemaligen Kolping - Chor, dem Herbert Hesse jahrelang angehörte.
Ansonsten konnte der Unterschied dieser beiden Künstler nicht größer sein. Der Maler Hermann Springborn war berühmt. Herbert Hesse hingegen unbekannt, obwohl er rund 15 Jahre die Geschehnisse aus dem Oeventroper Dorfleben in redaktionellen Beiträgen und Fotos für die heimischen Pressen festhielt. Hierzu gehörten die Veranstaltungen der vielen Oeventroper Vereine sowie Straßen- und Kinderfeste. Darüber hinaus hat er unzählige Jubilare für hohe runde Geburtstage, Goldene Hochzeiten und ähnliche Jubiläen aufgesucht, um eine Laudatio für sie zu schreiben. Im Laufe der Zeit sind somit rund 15.000 SW-Negative zusammen gekommen, die Streifen für Streifen in Ordnern abgeheftet wurden. Eine Ehrung von Vereinen oder ein Dankeschön gab es für seine Arbeit eher selten.

Franz-Josef Molitor als Verleger, der Ihn aus journalistischen Gründen jahrelang als Wegbegleiter zur Seite stand versprach Ihm, eines Tages mit seinem verborgenen Schatz von Bildern über die Oeventroper Zeitgeschichte ein Buch zu verlegen was jetzt nach drei Jahren harter Arbeit veröffentlicht werden konnte. Eine besondere Schwierigkeit lag darin, die Namen der rund 750 abgebildeten Personen herauszufinden. Hierbei erwiesen sich einige Oeventroper Urgesteine als große Hilfe.

Die passenden Worte fand auch Ludwig Hoppe in seiner Laudatio wo er auf die Umstände der Zeit hinwies. Es gab noch keine Digitalkameras wo man unscharfe Bilder sofort wieder löschen und neu aufnehmen konnte. Sicherheitshalber wurde dann lieber fünf oder sechs mal abgedrückt, damit ein geeignetes Foto für die heimischen Pressen vorgelegt werden konnte. Nach jeder Veranstaltung mussten die Negative in ein wässriges Lösungsbad und anschließend zum trocknen aufgehängt werden. Der Bericht wurde zwischenzeitlich auf einer Schreibmaschine geschrieben und zusammen im Kuvert zu den Briefkästen der örtlichen Pressen gebracht. Im laufe der Jahre wurden über 2.500 Zeitungsberichte veröffentlicht, die allerdings ein trauriges Dasein fristen. Denn genau einen Tag sind sie aktuell, werden betrachtet und gelesen, gelobt oder kritisiert und am nächsten Tag sind sie in der Versenkung verschwunden, denn „Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern.“ Einige wenige Artikel schafften es in die persönlichen Archive der Vereine oder Familienalben wenn man betroffen war, ansonsten wurden sie bedeutungslos. Erst mit Abstand der Jahre regestiert man wieder die Fotos von damals und weckt Erinnerungen, von dem damals persönlich miterlebten.
Mit dem Akt der Buchvorstellung, wurde Herbert Hesse erstmals auch entsprechend für seine geleistete Arbeit gewürdigt. Der Bildband „Die Oeventroper Jahre 1968 – 1982“ ist ab sofort in allen Zweigstellen der Spar- und Darlehnskasse Oeventrop und bei Brillen Rottler auf der Kirchstraße erhältlich.
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