Stadtteilplanung: Bürger wollen mehr Bewegung am Brückenplatz

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Rund 100 Bürgerinnen und Bürger verfolgten die Diskussion zum Entwurf für den Brückenplatz in Arnsberg beim 2. Werkstattgespräch. Fotos: Albrecht
 
Ausführlich konnte anschließend an den großen Plänen im Nebenzimmer weiter diskutiert werden.
Arnsberg: Arnsberg |

Themen wie die Einbindung des öffentlichen Personenverkehrs und die Lage der Bushaltestellen sowie die Organisation des Radverkehrs entwickelten sich im Zuge des zweiten Werkstattgespräches zum Brückenplatz sowie angrenzender Straßen zu Kernpunkten der öffentlichen Diskussion.

Stadtplaner Thomas Vielhaber konnte sich als Gast in der Handwerkskammer Südwestfalen, in der auch das zweite Werkstattgespräch stattfand, über einen vollen Saal freuen. Wieder waren rund 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, die sich rege an den Diskussionen beteiligten.
Um hierfür die nötige Grundlage bei allen Zuhörern zu schaffen, stellte Vielhaber noch einmal die Kernpunkte aus dem ersten Werkstattgespräch vor.

2. Werkstattgespräch

Hier hatten die Bürger u.a. mehr Qualität im öffentlichen Raum (durch Begrünung und Möblierung) gewünscht. Ebenso wichtig, so Vielhaber, sei auch die Barrierefreiheit für Plätze und Übergänge gewesen.
Zwischen Altstadt und Neustadt hatte man sich zum ersten Termin im November eine fußläufige Verbindung gewünscht, die die Aufenthaltsqualität auf der Klosterbrücke steigern solle. Zugänge zur Altstadt, aber auch eine sinnvolle und sichere Führung des Radverkehrs über den Brückenplatz und angrenzende Straßen gefordert. „Generell“, so Vielhaber, „wurde zuviel Raum für Autos kritisiert.“

Horst Schönweitz und Gerold Kalkowski vom beauftragten Planungsbüro „Pesch & Partner“ stellten anschließend die Entwurfsvarianten vor. „Wir haben von Begrünung bis zum Einsatz von mehr Licht auf den Straßen viele der Anregungen einfließen lassen“, so Planter Horst Schönweitz beim Termin.
Ausführlich ging anschließend Gerold Kalkowski auf die Variante 1 der Entwurfsplanung ein. Danach will man der Ruhrstraße einen deutlichen Alleecharakter verpassen und von dort aus Wege zur Ruhr schaffen. Kernstück der Planung ist der Kreisverkehr an der jetzigen Kreuzung Clemens-August-Straße/Rumbecker Straße/Brückenplatz. Von hier aus soll vor allem die Straße Brückenplatz deutlich an Breite einbüßen.

Außengastronomie

Mehr Platz soll es - so die Planer - auf den Gehwegen beiderseits geben. Raum für Außengastronomie, aber auch die Betonung der denkmalgeschützen Häuser, seien ein wichtiges Ziel dieser Planung. Wenig Platz bietet hingegen der Kreisverkehr für die Bushaltestellen. Für die sind Flächen von rund 30 Metern einzuplanen, ein Vorhaben, das viele Diskussionen auslöste.

So wurden von einigen Anwesenden die an der Ruhrstraße geplanten Haltestellen kritisiert. Zu eng, gerade in den Zeiten des Schülerverkehrs, hieß es außerdem. „Wir wollen den Bus auf jeden Fall im Zentrum halten lassen“, erklärte Stadtplanerin Dr. Birgitta Plass. Ein Kompromiss könnte also sein, die Anlieger am Brückenplatz enger in die öffentliche Verkehrsplanung (Bus und Rad) einzubeziehen.

Radverkehr auf Gehwegen

Dass man nach wie vor die Radfahrer von den Gehwegen holen wolle, war Tenor weitere Diskussionen. Für die Lenkung des Radverkehrs - einschließlich der Anbindung an den Ruhrtalradweg - wurde ein erkennbares und sicheres System gefordert.
Intensiv konnten die vorgeschlagenen Entwürfe schließlich an großen Plänen besprochen werden. Hier zeigten sich allen deutlich die Grenzen den Möglichen.

In weniger als einem Monat, vorgeschlagen wurde der 11. April, könnte es nun zum dritten und letzten Werkstattgespräch für den Bereich kommen. Dann, so Vielhaber, sollen auch die Mittel für den Kreisverkehr beantragt sein.
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